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Hugo Althoff
German politician

Hugo Althoff

The basics

Quick Facts

Intro
German politician
Gender
Male
Place of birth
Ostbevern, Warendorf, Münster Government Region, North Rhine-Westphalia
Age
75 years
Politics:
Hugo Althoff
The details (from wikipedia)

Biography

Hugo Althoff (* 18. Juni 1884 in Ostbevern, Kreis Warendorf; † 1960; vollständiger Name: Bartholomäus Hugo Maria Althoff) war ein deutscher Bauingenieur, Stadtplaner und christlich-demokratischer Politiker (Deutsche Zentrumspartei).

Leben

Hugo Althoff wurde als das fünfte der acht Kinder des Landwirts Heinrich Wilhelm Schulze-Althoff (1840–1913), der einer Schulzenfamilie abstammte, und seiner Frau Maria Theresia (geb. Pöhler, * 1854) geboren. Dank eines Stipendiums, das durch den Ortspfarrer gestiftet wurde, besuchte er das Warendorfer Gymnasium. Nach dem Abitur nahm er ein Bauingenieurstudium an der Technischen Hochschule Danzig auf und gehörte dem Studentenverein Pruthenia an. Nach dem Studienabschluss wohnte er in Erfurt, 1915 promovierte er in Dresden zum Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.). Seine Dissertation über die Kapazität der Straßen wurde 1916 verlegt. Althoff nahm dann am Ersten Weltkrieg teil. Von einem Schrapnell getroffen, wurde seine Nase schwer verletzt und er verlor sein rechtes Auge. Infolgedessen trug er eine Augenklappe.

Zwischen 1919 und 1923 war Althoff in Marienburg als Stadtbaurat (Baudezernent) und Zweiter Bürgermeister (unter Bernhard Pawelcik) tätig. Später wurde er zum Stadtbaurat in Frankfurt an der Oder berufen. Zwischen 1926 und dem 29. März 1929 bekleidete er ein ähnliches Amt in Breslau. Anders als sein Vorgänger Max Berg stand Althoff eher hinter pragmatischen, wenn auch durchaus modernen Lösungen, wie seine Breslauer Bauten beweisen. Zu dieser Zeit war er Mitglied in der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen e.V., wo er unter anderem mit Walter Gropius zusammenarbeitete.

Hugo Althoff und Josef Gesing: „Hindenburgschule“ (jetzt „Erich-Kästner-Grundschule“) in Frankfurt an der Oder
Hugo Althoff, Max Schirmer, Bruno Buschmann und Wilhelm Anders: „Friedrich-Ebert-Schule“ (jetzt Grundschule Nr. 45) in Breslau

In den folgenden viereinhalb Jahren war er Senator der Freien Stadt Danzig. Zwischen dem 18. Dezember 1928 und dem 9. Januar 1931 war er Senator für Bauwesen im Senat Sahm III und darauf folgend bis zum 30. Mai 1933 Senator für öffentliche Arbeiten und Handel im Senat Ziehm.

Nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus wurde er zum Rücktritt gezwungen und ließ er sich pensionieren. Als Pensionär führte er einen Laden mit Kunstgewerbe. Im Sommer 1944 nach dem Stauffenbergattentat wurde er festgenommen und zum Konzentrationslager Stutthof gebracht, da er in seiner Amtszeit als Senator im Kontakt zum Carl Friedrich Goerdeler stand. Nach etwa sechs Wochen wurde er allerdings wieder entlassen. Nach der Einnahme von Zoppot durch die Rote Armee blieb er noch einige Monate in seinem Haus und wurde später nach Berlin ausgewiesen.

Privates

Althoff heiratete 1912 in der Herz-Jesu-Kirche in Langfuhr. Er hatte drei Söhne: Klaus (* 1914), Wolfgang (* 1917) und Günter (* 20. September 1920, † 30. Mai 1999).

In seiner Danziger Zeit als Senator und dann bis 1945 wohnte er in Zoppot an der Delbrückallee (heute ulica Marii Skłodowskiej-Curie).

Werk

Bauten (unvollständig)

  • „Hindenburgschule“ (heute „Erich-Kästner-Grundschule“) in Frankfurt an der Oder, Fertigstellung 1927 (mit Josef Gesing)
  • „Friedrich-Ebert-Schule“ (heute Grundschule Nr. 45) am Kuckucksweg 1 (ulica Rafała Krajewskiego 1) in Breslau, 1928 (mit Max Schirmer, Bruno Buschmann und Wilhelm Anders)
  • Berufsschule für Mädchen (heute Vereinigte Telekommunikationsschule) an der Clausewitzstraße (ulica Józefa Haukego-Bosaka) in Breslau, 1929–1930 (mit Carl Zoller)
  • Torbauten des Oswitzer Friedhofs in Breslau

Schriften (unvollständig)

  • Die Strassenbreite in ihrer Abhängigkeit vom Verkehr. Berlin 1916.
  • Neuere Ausführungen von Hochbauten in Leichtbeton. Charlottenburg 1929.
  • Siedlungsarbeit in der Freien Stadt Danzig 1920–1930. Danzig 1929.
  • Polens Wirtschaftspolitik und Danzig. Danzig 1931.

Literatur

  • Wanda Kononowicz: Wrocław. Kierunki rozwoju urbanistycznego w okresie międzywojennym. Oficyna Wydawnicza PWr, Wrocław 1997, ISBN 83-7085-288-2.
  • Jerzy Ilkosz und Beate Störtkuhl (Hrsg.): Wieżowce Wrocławia 1919–1932. Archiwum Budowlane miasta Wrocławia, Wrocław 1997, ISBN 83-908067-0-3.
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