Alfred Sasse
Quick Facts
Biography
Alfred Sasse (* 21. April 1870 in Hannover; † 10. August 1937 ebenda) war ein deutscher Architekt.
Leben
Alfred Sasse absolvierte zunächst eine Ausbildung an der Baugewerkschule Buxtehude und dem Technikum Strelitz. Anschließend studierte er von 1892 bis 1896 an der Technischen Hochschule Hannover.
1896 wurde Sasse Mitglied der Bauhütte zum weißen Blatt.
Insbesondere für die um 1900 erbauten Schulgebäude in der seinerzeit noch selbständigen Stadt Linden erhielt Sasse, ebenso wie sein Kollege Carl Arend, seine Aufträge durch den Lindener Stadtbaurat Georg Fröhlich.
Über den vielbeschäftigten Architekt, der neben Wohnhäusern, Schulen, Industriebauten auch zahlreiche Kirchen-, Bank- und Sparkassen-Gebäude schuf, sagten seine Zeitgenossen: „Max Küster baut für die ganze Welt, Alfred Sasse für die halbe.“
Von Sasse sind auch städtebauliche Planungen bekannt, so gestaltete er beispielsweise 1910 – nach Rückbau der Gleiskörper – den Küchengartenplatz als repräsentativen Eingang nach Linden gegenüber der Leinertbrücke.
Nachlass
Der Nachlass von Alfred Sasse wird zum Teil in der Technischen Informationsbibliothek, zum Teil im Hauptstaatsarchiv Hannover aufbewahrt. Darüber hinaus sind Entwürfe Sasses im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin vorhanden und online einsehbar (→ Weblinks).
Werk (unvollständig)
Bauten
- 1897: Gaststätte Ahlemer Turm
- 1898: Wohn- und Geschäftshaus Falkenstraße 21/21a in Linden-Mitte
- 1900: gemeinsam mit anderen Architekten Planung der Villenkolonie Waldheim für den Beamten-Wohnungsverein für Hannover und Umgegend
- 1901–1904: Fassadengestaltung der Humboldtschule in Linden, Beethovenstraße 5 (Grundrisse von Stadtbaurat Georg Fröhlich)
- 1903–1904: Bismarcksäule in Hannover
- 1903–1904: Kaiserhaus am Thielenplatz in Hannover
- 1903–1907: „Vaterländisches Museum“ in Celle
- 1906: Papierlagerhaus Biermann in Hannover, Herrenstraße 8
- 1910: Gestaltung des Küchengartenplatzes gegenüber der Leinertbrücke
- 1912–1923: Neubau der St.-Michaelis-Kirche von Schnega
- 1913: Wiederaufbau der Dionysiuskirche in Debstedt
- 1913–1914: Rathaus in Buxtehude
- 1916: Kanonenwerkstatt der Hanomag in Hannover-Linden-Süd, Deisterplatz
- 1923–1924: Hylliger Born, Brunnentempel und Wandelhalle in Bad Pyrmont
Gaststätte „Ahlemer Turm“, 1897
Bismarck-Säule in Hannover, 1903–1904
„Vaterländisches Museum“ in Celle, 1903–1907
Kirche St. Michaelis in Schnega, 1912–1913
Rathaus Buxtehude, 1913–1914
Brunnentempel und Wandelhalle in Bad Pyrmont, 1923–1924
Schriften
- Einfamilien-Wohnhäuser für den Beamten-Wohnungsverein für Hannover und Umgegend. In: Deutsche Techniker-Zeitung. DTZ. Zeitschrift für die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der technischen Angestellten und Beamten. Organ des Bundes der Technischen Angestellten und Beamten. Berlin: Industriebeamten-Verlag, Bd. 19 (1902), Ausgabe 51 vom 20. Dezember 1902, S. 652-655
Literatur
- Sasse, Alfred. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 29, E. A. Seemann, Leipzig 1935, S. 481..
- Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlütersche, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4, S. 561 und öfter.
- Helmut Knocke: Sasse, Alfred, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 308, über Google-Bücher
- Helmut Knocke: Sasse, Alfred. In: Stadtlexikon Hannover, S. 535.
- Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Sasse, Alfred. In: Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 2, Band 10.2. Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1985, ISBN 3-528-06208-8, S. 197 und öfter; sowie Anlage Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt - Institut für Denkmalpflege
- Helmut Knocke, Hugo Thielen: Sasse, Alfred. In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon. S. 281 und öfter.