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Wolfgang Weichelt

Wolfgang Weichelt

German politician
Wolfgang Weichelt
The basics

Quick Facts

Intro German politician
Was Politician Professor Educator
From Germany
Type Academia Politics
Gender male
Birth 9 April 1929, Chemnitz, Germany
Death 25 June 1993, Berlin, Margraviate of Brandenburg (aged 64 years)
Star sign Aries
Politics Socialist Unity Party of Germany
Awards
Patriotic Order of Merit in gold  
The details (from wikipedia)

Biography

Wolfgang Weichelt (* 9. April 1929 in Chemnitz; † 25. Juni 1993 in Berlin) war ein deutscher Staatswissenschaftler marxistisch-leninistischer Prägung. Er fungierte in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ab 1964 als Professor für Staats- und Rechtstheorie sowie Staatsrecht an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft in Potsdam und von 1972 bis 1990 als Direktor des Instituts für Theorie des Staates und des Rechts der Akademie der Wissenschaften der DDR mit Sitz in Berlin-Mitte.

Leben

Wolfgang Weichelt wurde 1929 in Chemnitz geboren und war nach dem Schulabschluss zunächst als Landarbeiter tätig. Er absolvierte ab 1946 eine Verwaltungsausbildung und arbeitete danach als Sachbearbeiter beim Rat der Stadt Chemnitz. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Ab 1950 studierte er an der Deutschen Verwaltungsakademie, der späteren Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft (DASR), an der er 1953 einen Abschluss als Diplom-Staatswissenschaftler erlangte. Nach einer Aspirantur an der Lomonossow-Universität in Moskau promovierte er 1956.

Anschließend war er von 1956 bis 1959 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechtswissenschaft in Potsdam-Babelsberg und danach beim Zentralkomitee der SED in der Abteilung für Staats- und Rechtsfragen tätig. 1964 wurde er Professor für Staats- und Rechtstheorie sowie Staatsrecht an der DASR, an der er bis 1966 auch das Institut für rechtswissenschaftliche Forschung leitete. Von 1966 bis 1972 war er erneut wissenschaftlicher Mitarbeiter beim ZK der SED. Ab 1972 fungierte er als Direktor des neugegründeten Instituts für Theorie des Staates und des Rechts der Akademie der Wissenschaften der DDR mit Sitz in Berlin-Mitte. Nach der politischen Wende in der DDR wurde im März 1990 Karl-Heinz Röder zu seinem Nachfolger gewählt. Wolfgang Weichelt wurde im gleichen Jahr invalidisiert und starb 1993 in Berlin.

Wirken

Schwerpunkt des wissenschaftlichen Wirkens von Wolfgang Weichelt war die marxistisch-leninistische geprägte Staats- und Verfassungstheorie des Sozialismus in der DDR. Er war wesentlich mitbeteiligt an der Ausarbeitung der Verfassung der DDR von 1968 und gehörte von 1967 bis 1990 der Volkskammer an, deren Verfassungs- und Rechtsausschuss er als Vorsitzender leitete. Darüber hinaus wurde er 1971 Mitglied des DDR-Komitees für europäische Sicherheit und Zusammenarbeit, das der Vorbereitung der KSZE diente, und 1977 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für parlamentarische, juristische und Menschenrechtsfragen bei der Interparlamentarischen Union.

Auszeichnungen

Wolfgang Weichelt war ab 1977 korrespondierendes sowie ab 1985 ordentliches Mitglied des Akademie der Wissenschaften der DDR. Darüber hinaus gehörte er ab 1979 der Académie internationale de droit comparé (Akademie für vergleichendes Recht) in Paris und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften an. Er erhielt 1989 den Vaterländischen Verdienstorden in Gold und 1988 einen Ehrendoktortitel der Akademie für Rechts- und Staatswissenschaft der DDR in Potsdam.

Werke (Auswahl)

  • als Mitherausgeber: Verfassung der DDR: Dokumente, Kommentar. Berlin 1969.
  • Der sozialistische Staat – Hauptinstrument der Arbeiterklasse zur Gestaltung der sozialistischen Gesellschaft. Berlin 1972.
  • als Mitherausgeber: Marxistisch-Leninistische Staats- und Rechtstheorie. Berlin 1980.
  • Der Staat im politischen System der DDR. Berlin 1986.
  • als Herausgeber: Zur Wirksamkeit und Effektivität des sozialistischen Rechts. Berlin 1988.

Literatur

  • Jan Wielgohs: Weichelt, Wolfgang. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Weichelt, Wolfgang. In: Werner Hartkopf: Die Berliner Akademie der Wissenschaften. Ihre Mitglieder und Preisträger 1700–1990. Akademie Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-05-002153-5, S. 385.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 24 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/wolfgang-weichelt
http://www.bbaw.de/bbaw/MitgliederderVorgaengerakademien/AltmitgliedDetails?altmitglied_id=2945
https://d-nb.info/gnd/170248410
http://swb.bsz-bw.de/DB=2.104/SET=1/TTL=1/CMD?retrace=0&trm_old=&ACT=SRCHA&IKT=2999&SRT=RLV&TRM=170248410
https://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=170248410
https://lccn.loc.gov/n50020940
https://viaf.org/viaf/56625917/
https://tools.wmflabs.org/persondata/p/Wolfgang_Weichelt
https://d-nb.info/gnd/107719630
https://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=107719630
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