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Wolfgang Vorwerk
Deutscher Diplomat und Heimatforscher

Wolfgang Vorwerk

Wolfgang Vorwerk
The basics

Quick Facts

Intro Deutscher Diplomat und Heimatforscher
Is Diplomat
From Germany
Field Politics
Gender male
Birth 21 August 1948, Würzburg, Lower Franconia, Bavaria, Germany
Age 73 years
Star sign Leo
The details (from wikipedia)

Biography

Wolfgang Vorwerk (* 21. August 1948 in Würzburg) ist ein deutscher Diplomat, Heimatforscher und Jurist.

Leben

Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist Vorwerk in Lohr am Main, wo er 1967 am dortigen Gymnasium (heute Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium) das Abitur ablegte. Nach Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Jahre 1972 erhielt er ein Stipendium des Rates der Europäischen Bewegung (seit 1992 Europäische Bewegung Deutschland e.V.) für ein postgraduales Studium am College of Europe in Brügge, das er 1973 mit einem Diplom in Europarecht abschloss. 1978 promovierte er an der Universität Würzburg.

Von 1975 bis 2008 gehörte Vorwerk dem Auswärtigen Dienst an. Verwendungen erfolgten in der Zentrale in Bonn und Berlin sowie an den deutschen Botschaften in der Sowjetunion, Libyen, Albanien, Kasachstan und Algerien, sowie am Generalkonsulat Boston (USA). In Libyen (1985–1988) war Vorwerk in der Libyenkrise (La Belle Diskothek) nach Rückruf des deutschen Botschafters Rolf Enders von April 1986 bis Herbst 1988 Leiter der Botschaft Tripolis. In den Jahren 1998 bis 2004 war Vorwerk in Bonn und Berlin zuerst Leiter des Nahost-Referates, dann Nahost-Beauftragter im Range eines Botschafters. Von ihm stammt der „Drei-Stufen-Plan“, mit dem Bundesaußenminister Joschka Fischer 2002 den entscheidenden Impuls für die Roadmap (Nahostkonflikt) gab.

Als Generalkonsul in Boston (2004–2008) war Vorwerk der erste offizielle deutsche Vertreter, der von der jüdischen Community 2005 und in den Folgejahren eingeladen wurde, an der jährlichen Gedenkfeier am Jom haScho'a, dem Holocaust-Gedenktag in Faneuil Hall zu sprechen. Außerdem war Vorwerk 1994–1996 an der Bremer Senatskanzlei unter den Bürgermeistern Klaus Wedemeier und Henning Scherf tätig. 1997 war er in der damaligen Albanienkrise (Lotterieaufstand) für mehrere Monate dem Stab des OSZE-Sonderbeauftragten für Albanien, Franz Vranitzky, in Tirana zugeteilt.

Vorwerk gilt als „Initiator“ (so Landrat Thomas Schiebel) der Neubelebung der Patenschaft des Landkreises Main-Spessart mit dem Marineversorgungsschiff „Spessart“, welches er als Begleitschiff beim Besuch eines Nato-Fregatten-Verbandes im Hafen von Boston 2004 entdeckte.

Seit November 2017 führt er als Erster Vorsitzender den Geschichts- und Museumsverein in Lohr a. Main.

Wolfgang Vorwerk ist verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt seit 2008 in Bremen.

Heimatgeschichtliche Arbeit

In Lohr am Main und darüber hinaus ist Vorwerk durch seine regelmäßigen Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte bekannt. Vorwerk ist Ururenkel des Fürther Landschaftsmalers Peter Conrad Schreiber (1816–1894), der Schüler bei August Wilhelm Schirmer und Carl Blechen war. In den Jahren 2018 und 2019 hat er wesentlich zur Schaffung von öffentlichen Gedenkorten der Stadt Lohr beigetragen, mit denen die Erinnerung an die bis 1939 existierende kleine jüdische Gemeinde der Stadt wachgehalten werden soll. Erstmals wurde auch das Leben und Schicksal der jüdischen Kranken in der früheren Heil- und Pflegeanstalt, dem heutigen Bezirkskrankenhaus, mit einbezogen.

Ehrungen

  • Orden der Unabhängigkeit II. Klasse des Haschemitischen Königreiches Jordanien.
  • Ehrenbürgerschaften von: Minneapolis, Jefferson County (Kentucky) mit Verwaltungssitz Louisville (Kentucky), New Britain (Connecticut), Gloucester (Massachusetts) und Peterborough (New Hampshire).
  • Ehrenplakette von „The American Association of Jewish Holocaust Survivors of Greater Boston“

Vorträge

  • 1989 Festvortrag zum 150-jährigen Jubiläum „Lateinschule Lohr“ des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums,
  • 2009 Commencement-Rede vor Absolventen des nach Benjamin Franklin benannten Franklin Colleges in Lugano

Veröffentlichungen

  • Historische Spurensuche. Beiträge zur Geschichte des Lohrer Schloss- und Amtsviertels, zur Straßengeschichte des Spessarts und zu einigen anderen Themen. (= Schriften des Geschichte- und Museumsvereines Lohr am Main. Folge 33). Lohr 2000, ISBN 3-934128-04-1.
  • Harald Bichlmeier, Wolfgang Vorwerk: Zum Gewässer- und Ortsnamen Lohr: bisherige Forschungen und neue Ideen. (Bayerisch-österreichische Orts- und Gewässernamen aus indogermanischer Sicht. Teil 5). In: Blätter für oberdeutsche Namenforschung. 51. Jahrgang, 2014, S. 15–86
  • Wolfgang Vorwerk: Das 'Lohrer Schneewittchen'- Zur Fabulologie eines Märchens. In: Christian Grandl, Kevin J.McKenna: Bis dat, qui cito dat. Gegengabe in Paremiology, Folklore, Language and Literature. Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2015, ISBN 978-3-631-64872-8, S. 491–503.
  • Der Gütertausch zwischen Kaiser Ludwig der Fromme und Kloster Fulda anno 839. Zur Straßengeschichte des fuldischen Nebenklosters Holzkirchen. In: Wertheimer Jahrbuch 2013/2014 (2015), S. 17–46.
  • Zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938: Das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger Lohrs im Nationalsozialismus. In: Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Raumes Lohr, Ausgabe 2018 (= Schriften des Geschichts- und Museumsvereines Lohr a. Main e.V. Folge 61. Lohr 2018, ISBN 978-3-944413-14-3, S. 241–346.)
  • Lohr und seine ehemalige jüdische Gemeinde (1864- 1939). In: Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Raumes Lohr, Ausgabe 2019 (= Schriften des Geschichts- und Museumsvereines Lohr e. V. Folge 66. Lohr 2019, ISBN 978-3-944413-21-1, S. 211–268.)
  • Jüdisches Leben in Lohr. Der ehemalige "Israelitische Pavillon" auf dem Gelände des heutigen Bezirkskrankenhauses am Sommerberg. In: Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Raumes Lohr, Ausgabe 2019 (= Schriften des Geschichts- und Museumsvereines Lohr a. Main e.V. Folge 66. Lohr 2019, ISBN 978-3-944413-21-1, S. 292–305.)
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 21 Aug 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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