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Wolfgang Koch

Wolfgang Koch Austrian writer

Austrian writer
Wolfgang Koch
The basics

Quick Facts

Intro Austrian writer
Is Writer
From Austria
Gender male
Birth 1959
Age: 61 years
The details

Biography

Wolfgang Koch (* 26. Februar 1959 in Klagenfurt am Wörthersee) ist ein österreichischer Kunstpublizist, Schriftsteller, Historiker und Austrian Guide.

Leben

Aufgewachsen im österreichischen Bundesland Kärnten, publiziert Koch seit 1976 in österreichischen und deutschen Print-, AV- und Onlinemedien. Mit dem Südtiroler Politiker Alexander Langer engagierte sich in den 1970er-Jahren in der Solidaritätsbewegung für die Rechte der Kärntner Slowenen. In der Neuen Friedensbewegung gegen die atomare Hochrüstung vertrat er Positionen der Internationale der Kriegsdienstgegner/innen (War Resisters' International) und wurde 1980 als Gewissensverweigerer in Österreich staatlich anerkannt. Als der freiheitliche Politiker Jörg Haider in Kärntner Regierungsämter aufstieg, übersiedelte Koch in die Bundeshauptstadt Wien, leitete 1987–89 das Kulturressort der Wiener Stadtzeitung Falter, 1990–92 die Redaktion des Visa Magazin Austria. 1994–97 wirkte er als Pressesprecher des Grünen Abgeordnetenklubs im österreichischen Parlament, später als Konzeptionist und Corporate Publisher, Buchautor und Privatforscher. Seit 2006 verfasst Koch den Wienblog der Berliner taz. die tageszeitung. 2009 stiftete er sein Archiv der Friedensbibliothek des Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) in Schlaining. Wolfgang Koch ist Vater einer Tochter und Second Cancer Survivor.

Schaffen

In der Epoche des atomaren Wettrüstens vertrat der Abolitionist und Militärkritiker ein technisches Verständnis von Gewaltfreier Aktion. Unter dem Eindruck der Golfkriege rückte er von pazifistischen Positionen ab, seitdem befürwortet er humanitäre Interventionen im Sinn von Michael Walzer und die atlantische Hegemonie in der Weltpolitik. In seinen theoretischen Schriften versucht Koch den Neutralitätsbegriff für den Gewaltdiskurs fruchtbar zu machen. Die außenpolitische Souveränität Österreichs leitet er nicht vom Bundesverfassungsgesetz vom 26. Oktober 1955 her, sondern vom Völkerrechtsgelehrten Heinrich Lammasch, der bereits 1919 öffentlich für eine „Fortsetzung der Schweiz“ in der südöstlichen Alpenrepublik plädierte. In seinem Hauptwerk Geschichte der Gewalt entwickelt Koch ein neues politisches Links-Rechts-Modell und führt den Begriff „Austrodiktatur“ für die autoritäre Periode der österreichischen Politik 1933–38 in die Geschichtsdiskussion ein. Als politischer Kommentator zählt er zu den linkssouveränistischen Kritikern der Europäischen Union. Unter dem Einfluss des österreichischen Extremkünstlers Viktor Rogy begann Koch 1985 auch mit der Veröffentlichung von Texten in literarischen Anthologien. 1984 und 1998 wirkte er mit beim Orgien Mysterien Theater des Aktionskünstlers Hermann Nitsch in Prinzendorf an der Zaya, das er heute dem Materialkunst-Genre der Blutkunst zuordnet. Koch ist Mitglied der Literar-Mechana sowie der vom Philosophen und Übersetzer Walter Seitter geleiteten Hermes-Gruppe der Sektion Ästhetik der Neuen Wiener Gruppe / Lacan Schule. Er teilt mit dem Physikhistoriker Peter M. Schuster die Begeisterung für Gedankenlyrik und mit dem Streetlife-Fotografen Paul Albert Leitner die Leidenschaft für „elegantes Wissen“.

Schriften

Sachpublizistik

  • Soziale Verteidigung. Zur basisdemokratischen Konzeption. Arge Zivildienst, Wien 1980.
  • mit Peter Steyrer: Sicher ohne Nato. Optionenbericht der Grünen. Grüner Klub im Parlament, Wien 1998.
  • mit Franz Leidenmühler und Peter Steyrer: Neutralität im Neuen Europa. Österreich Beitrag zur Finalität der Union. Agenda Verlag, Münster 2004, ISBN 3-89688-213-9.
  • zwanzig. Jubiläumsschrift des Grünen Klubs im Parlament. Grüner Club, Wien 2006.
  • Geschichte der Gewalt. Das Unglück des 20. Jahrhunderts. Wieser Verlag, Klagenfurt 2005, ISBN 3-85129-444-0.
  • Blut in den Mund. Hermann Nitsch von A bis Z. Reihe Europa erlesen, Wieser Verlag, Klagenfurt 2008, ISBN 978-3-85129-745-4.
  • Finding Hermann Nitsch. Neue Thesen zum Orgien Mysterien Theater – Aktionskunst im 21. Jahrhundert. Hollitzer Verlag, Wien 2019, ISBN 978-3-99012-579-3.

Literarische Werke

  • Das versunkene Fest, in: Seelensplitter. Drava, Klagenfurt 1985, ISBN 3-7046-0049-0.
  • Gäste einer Ausstellung, in: Landmassaker. Edition S, Wien 1986, ISBN 3-85435-045-7.
  • Kinoschwärze, in: Orte der Liebe. Sonderzahl, Wien 1987, ISBN 3-85449-016-X.
  • Hainburger Gipfel. Humoreske im Wiener Ensembletheater mit Erwin Steinhauer und Rupert Henning. Edition Brainbows, Wien 2004.
  • Das Glück des János. Ungarnroman. Wieser Verlag, Klagenfurt 2006, ISBN 3-85129-635-4.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 24 Mar 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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Reference sources
References
https://dceg.cancer.gov/research/what-we-study/second-cancers
http://www.basis-wien.at/db/person/22334
https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=129393258
http://blogs.taz.de/wienblog/
https://d-nb.info/gnd/129393258
http://swb.bsz-bw.de/DB=2.104/SET=1/TTL=1/CMD?retrace=0&trm_old=&ACT=SRCHA&IKT=2999&SRT=RLV&TRM=129393258
https://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=129393258
https://lccn.loc.gov/nb2005014395
https://viaf.org/viaf/25681743/
https://tools.wmflabs.org/persondata/p/Wolfgang_Koch_(Publizist)
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