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Walther Mitzka

Walther Mitzka

German linguist
Walther Mitzka
The basics

Quick Facts

Intro German linguist
Was Linguist Professor Educator
From Germany
Type Academia Literature Social science
Gender male
Birth 27 February 1888, Poznań, Poland
Death 8 November 1976, Bonn, Germany (aged 88 years)
Star sign Pisces
Politics Nazi Party
Peoplepill ID walther-mitzka
The details (from wikipedia)

Biography

Walther Mitzka (* 27. Februar 1888 in Posen; † 8. November 1976 in Bonn) war ein deutscher Sprachwissenschaftler.

Laufbahn

Mitzka machte 1906 sein Abitur in Posen und studierte von diesem Zeitpunkt an bis 1912 an den Universitäten Marburg, Heidelberg und Berlin. Während seines Studiums wurde er Mitglied beim Verein Deutscher Studenten Marburg. Er promovierte 1911 in den Fächern Deutsch, Alte und Neue Geschichte und machte 1912 sein Staatsexamen in Deutsch, Geschichte und Theologie. Von 1912 bis 1927 war er Studienrat; er kehrte als Kriegsversehrter aus dem Ersten Weltkrieg zurück. 1927 wurde ihm die Venia legendi zugeteilt und von diesem Zeitpunkt an war er Dozent an der Universität Königsberg. Ab 1929 war er Professor an der TU Danzig und wurde 1933 ordentlicher Professor für Deutsche Philologie an der Universität Marburg und Direktor des Deutschen Sprachatlas, des Germanistischen Seminars und des Phonetischen Kabinetts.

1933 trat er in die NSDAP ein. Am 11. November desselben Jahres unterzeichnete er wie die meisten Marburger Hochschullehrer das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. 1934 wurde er Dekan der Philosophischen Fakultät. Im Auftrag des Reichsbundes der deutschen Beamten überreichte er 1936 Adolf Hitler anlässlich dessen Geburtstags Schallplatten mit unter seiner Leitung erstellten Aufnahmen verschiedener deutscher Dialekte. Im selben Jahr legte er sein Amt als Dekan auf Veranlassung der NSDAP nieder und wurde stattdessen Abteilungsleiter für Volkssprache in der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Volksforschung. 1938 begann er mit der Datensammlung zum Deutschen Wortatlas.

1947 wurde Mitzka als Professor suspendiert, war aber von 1951 bis zu seiner Emeritierung 1956 erneut Ordinarius.

Mitzka war u. a. Herausgeber und Bearbeiter des Deutschen Wortatlasses, des Schlesischen Wörterbuchs und von Trübners deutschem Wörterbuch (1939–1957, 8 Bände).

Schriften

  • Althochdeutsche Grammatik von Wilhelm Braune. 8. Aufl. (1953) bis 12. Aufl. (1967) bearbeitet von Walther Mitzka. Halle/S. bzw. Tübingen: Niemeyer.
  • Deutscher Wortatlas. Von Walther Mitzka und ab Band 5 Ludwig Erich Schmitt. Ab Band 18 redigiert von Reiner Hildebrandt. 22 Bände. Wilhelm Schmitz Verlag, Gießen 1956–1980.
  • Hermann Paul: Mittelhochdeutsche Grammatik. 18. Aufl. (1959) bis 19. Aufl. (1963) bearbeitet von Walther Mitzka. Tübingen: Niemeyer.
  • Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearb. von Walther Mitzka. 19. Aufl. Gruyter, Berlin 1963.
  • Schlesisches Wörterbuch. 3 Bände. De Gruyter, Berlin 1963–1965.

Siehe auch

  • Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten zur Zeit Adolf Hitlers 1936/37 [1]

Literatur

  • Burghard Dedner, Kai Köhler, Waltraud Strickhausen (Hrsg.): Marburger Entwicklungen 1920-1950. Germanistik und Kunstwissenschaften im „Dritten Reich“. (= Academia Marburgensis; Bd. 10). Saur, München 2005 (zur Geschichte der Marburger Germanistik im Nationalsozialismus), ISBN 3-598-24572-6
  • Peter von PolenzMitzka, Walther. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 593 f. (Digitalisat).
  • Ingo Reiffenstein: Walther Mitzka zum 100. Geburtstag. In: ZDL 55 (1988), 273–279
  • Ludwig Erich Schmitt: Germanische Dialektologie. Festschrift für Walther Mitzka zum 80. Geburtstag, 1968
  • Stefan Wilking: Der Deutsche Sprachatlas im Nationalsozialismus: Studien zu Dialektologie und Sprachwissenschaft zwischen 1933 und 1945. Georg Olms Verlag, Hildesheim 2003 (Germanistische Linguistik; 173/174), ISBN 3-487-11976-5.
  • Walther Mitzka: In: Christoph König (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u. a.: Internationales Germanistenlexikon 1800–1950. Band 2: H–Q. de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 1241–1243.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 23 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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References
http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ld00.htm
https://www.deutsche-biographie.de/gnd118734296.html#ndbcontent
https://daten.digitale-sammlungen.de/0001/bsb00016335/images/index.html?seite=609
https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=118734296
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6800&ausgabe=200403
http://www.uni-marburg.de/fb09/dsa/institut/geschichte/personen
https://d-nb.info/gnd/118734296
http://swb.bsz-bw.de/DB=2.104/SET=1/TTL=1/CMD?retrace=0&trm_old=&ACT=SRCHA&IKT=2999&SRT=RLV&TRM=118734296
https://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118734296
https://lccn.loc.gov/n84025153
https://viaf.org/viaf/19775896/
https://tools.wmflabs.org/persondata/p/Walther_Mitzka
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