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Walter Oehmichen
German actor, voice actor and screenwriter

Walter Oehmichen

Walter Oehmichen
The basics

Quick Facts

Intro German actor, voice actor and screenwriter
Was Actor Voice actor Screenwriter
From Germany
Field Film, TV, Stage & Radio
Gender male
Birth 30 July 1901, Düsseldorf, Germany
Death 2 November 1977, Augsburg, Germany (aged 76 years)
Star sign Leo
Awards
Officer's Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany  
Walter Oehmichen
The details (from wikipedia)

Biography

Walter Oehmichen (* 30. Juli 1901 in Magdeburg; † 2. November 1977 in Augsburg) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Er gründete 1948 das Marionettentheater „Augsburger Puppenkiste“.

Leben

Auf Wunsch seiner Eltern wurde Walter Oehmichen zunächst Fotograf, wollte dann jedoch seinen Traumberuf verwirklichen und studierte Schauspiel in Düsseldorf bei Louise Dumont. Zu seinen Freunden während der Studienzeit zählten Gustaf Gründgens und Paul Kemp. Ab 1920 hatte er viele Engagements im Norden und Westen Deutschlands. Ab 1931 spielte er im Augsburger Stadttheater und wurde dort Oberspielleiter.

Als er 1940 im Zweiten Weltkrieg in Calais stationiert war, entdeckte er in einer Schule, in der er mit seiner Truppe einquartiert war, ein kleines Puppentheater. Um seine Kameraden zu unterhalten, bastelte er aus Pappe einige Figuren und spielte ihnen vor. Sobald er im Herbst entlassen wurde, begann er mit dem Bau eines Haustheaters für seine Familie. Dieses Haustheater, „der Puppenschrein“, konnte in einen Türrahmen gestellt werden und ein dahinter stehender Tisch diente als Bühne.

Am 15. November 1943 gab er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern die erste Vorstellung des Puppenschreins mit dem Stück Die drei Wünsche nach Franz Graf von Pocci vor Familie und Bekannten. Hänsel und Gretel war das zweite Stück des Puppenschreins, das Oehmichen mit seiner Familie auch im Hospital den vom Krieg verwundeten Patienten vorspielte. Bei einem Bombenangriff auf Augsburg am 26. Februar 1944 wurde der Puppenschrein zerstört, nachdem Walter Oehmichen am Vorabend im Stadttheater eine Vorstellung für die Kinder der Schauspieler gegeben und den Schrein dort stehen gelassen hatte. Seine Figuren hatte er mit nach Hause genommen.

Als Oehmichen im Herbst 1944 wieder zum Kriegsdienst eingezogen wurde und kurz darauf wegen einer Mandelentzündung nach Darmstadt ins Lazarett (Elisabethenstift) gelangte, machte er dort die Bekanntschaft eines Holzbildhauers, der ihm das Schnitzen beibrachte und mit dessen Hilfe er zwei Marionetten (einen Storch und einen Gevatter Tod) baute.

Augsburger Puppenkiste

Nachdem er 1945 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, machte er sich in Augsburg an die Planung und den Bau eines neuen Marionettentheaters. Sein Wunsch war es eine transportable Bühne zu bauen, die in eine Kiste gepackt werden und mitgenommen werden konnte. Daraus entwickelte sich die Idee für die Augsburger Puppenkiste. Auf der Suche nach einem geeigneten Raum für sein Theater überließ ihm die Stadt das alte, von Stadtbaumeister Elias Holl errichtete, Heilig-Geist-Spital, in dem sich die Puppenkiste noch heute befindet. Nach drei Jahren Arbeit eröffnete Walter Oehmichen am 26. Februar 1948, genau vier Jahre nach der Zerstörung des Puppenschreins, seine „Augsburger Puppenkiste“ mit dem Märchenstück Der gestiefelte Kater.

Privates

Walter Oehmichen war mit der Schauspielerin Rose Oehmichen (1901–1985) verheiratet, die viele Puppen einkleidete und manchen ihre Stimme lieh. Aus der Ehe stammen die Töchter Ulla und Hannelore, die über 6.000 Puppen herstellte. Oehmichen war auch Mitglied des Männerbundes Schlaraffia. Das Grab von Walter und Rose Oehmichen (B12-20) befindet sich auf dem Friedhof von Stadtbergen im Landkreis Augsburg.

Literatur

  • Hannelore Marschall-Oehmichen, Regine Sonntag: Oehmichen, Walter. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 433 f. (Digitalisat).
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 23 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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