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Walter Hoppe
German geologist

Walter Hoppe

Walter Hoppe
The basics

Quick Facts

Intro German geologist
Was Geologist Professor Educator
From Germany
Field Academia Science
Gender male
Birth 25 July 1896
Death 26 February 1976, Jena, Germany (aged 79 years)
Star sign Leo
Awards
National Prize of East Germany  
Walter Hoppe
The details (from wikipedia)

Biography

Walter Hoppe (* 25. Juli 1896 in Beedeln (bei Rochlitz); † 26. Februar 1976 in Jena) war ein deutscher Geologe und Hochschullehrer, der sich besonders mit der Geologie Thüringens befasst hat.

Leben und Arbeit

Walter Hoppe wurde 1896 als Sohn des Gutsbesitzers Julius Hugo Hoppe und seiner Ehefrau Lina Hulda geb. Thalmann in Beedeln in Sachsen geboren. Er legte 1916 das Abitur an der Oberrealschule in Chemnitz ab. Anschließend meldete er sich freiwillig zum Militär und wurde an der Westfront eingesetzt, wo er nach schwerer Verwundung dienstuntauglich wurde.

1917 bis 1921 studierte er Naturwissenschaften mit dem Hauptfach Geologie an den Universitäten Göttingen und Leipzig.

1921 wurde er mit einer paläontologischen Arbeit über "Jura und Kreide der Sinaihalbinsel" bei Franz Kossmat in Leipzig promoviert. Anschließend war er von 1921 bis 1924 Assistent am Institut für Geologie und Technische Gesteinskunde der TH Darmstadt unter Alexander Steuer, um dann vom 1. April 1924 bis zum 31. März 1926 als Assistent am Mineralogischen Institut der Universität Leipzig unter Friedrich Rinne zu arbeiten.

1924 wurde er mit dem petrografischen Thema "Untersuchungen an kontaktmetamorphen Sedimenten des Odenwaldes" habilitiert.

Am 1. April 1926 begann er seine Arbeit als Landesgeologe im Staatlichen Geologischen Dienst Thüringen und trat in die 1925 gegründete Thüringische Geologische Landesuntersuchung in Jena ein. Er gründete eine Familie in Jena. Im Zweiten Weltkrieg war er als sogenannter Wehrgeologe vor allem in Norwegen eingesetzt.

Ab 1946 arbeitete er zuerst weiter an der neugegründeten Außenstelle Jena der "Deutschen Geologischen Landesanstalt in der sowjetischen Besatzungszone" und ihrer Nachfolgeinstitution und wurde im Herbst 1951 zusätzlich zum Lehrbeauftragten für Angewandte Geologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ernannt. Dort wurde ihm 1953 der Titel Professor verliehen.

Am 1. August 1954 wurde Walter Hoppe auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Geologie an der Hochschule für Architektur und Bauwesen (HAB) in Weimar berufen. Dort wurde am 1. Januar 1957 das Institut für Geologie und Technische Gesteinskunde gegründet, zu dessen Direktor er in der Folgezeit ernannt wurde.

Am 1. September 1962 wurde Walter Hoppe emeritiert, hielt aber noch weiter Vorlesungen. 1962 wurde ihm der Nationalpreis der DDR III. Klasse verliehen, und er wurde 1964 in die Akademie der Wissenschaften der DDR aufgenommen. Bis zu seinem Tode lebte er in Jena und verstarb dort am 16. Februar 1976.

Forschungsschwerpunkte

Der Hauptschwerpunkt der Forschungen von Walter Hoppe lag in seiner Thüringer Zeit auf dem Gebiet der Hydrologie und der Erkundung der Kalilagerstätten an der Werra und im Südharz. Außerdem befasste er sich mit der Buntsandsteinstratigrafie und der technischen Gesteinskunde.

Schüler

Zu seinen Schülern (Doktoranden und Habilitanden) zählten:

  • Günter Hase
  • Günther Hecht
  • Georg Judersleben
  • Johannes Jungwith
  • Hans Kästner
  • Dieter Klaua
  • Rolf Langbein (Habilitation)
  • Gert Michel
  • Peter Puff
  • Gerhard Schlegel
  • Hans-Eckart Schneider
  • Arno Schwandt
  • Gerd Seidel (Habilitation)
  • Jürgen Seifert
  • Walter Steiner (Habilitation)
  • Josepha Wiefel
  • Werner Ziegenhardt

Veröffentlichte Schriften und Bücher

(in Auswahl)

  • Hoppe, Walter; Seidel, Gerd (Hrsg.): Geologie von Thüringen. Gotha 1974.
  • Hoppe, Walter: Zur Geschichte der Thüringischen Geologischen Landesuntersuchung. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar Jg. 20, H. 1 (1973), S. 91–95.
  • Hoppe, Walter; Seidel, Gerd: Geologische Karte von Thüringen (Bezirke Erfurt, Gera und Suhl). Gotha 1971.
  • Hoppe, Walter: Bauwerk und Baustein. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar; Jg. 8, H. 1, 10 (1963), S. 585–592.
  • Hoppe, Walter: Die Kali- und Steinsalzlagerstätten des Zechsteins in der Deutschen Demokratischen Republik. Teil 1: Das Werra-Gebiet. Berlin 1960.
  • Hoppe, Walter (Hrsg.): Exkursionsführer Thüringer Becken. Jahrestagung der Geologischen Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik vom 23. bis 26. April 1959 in Weimar. Berlin 1959.
  • Hoppe, Walter: Vorkommen und Beschaffenheit der Werk- und Dekorationssteine in Thüringen. Berlin 1939.
  • Hoppe, Walter: Repetitorium der Geologie. Leipzig 1922.
  • Hoppe, Walter Julius Hugo: Jura und Kreide der Sinaihalbinsel. In: Zeitschrift des deutschen Palästinavereins 45 (1922), S. 61–79, 97–219.
  • Hoppe, Walter Julius Hugo: Jura und Kreide der Sinaihalbinsel. Leipzig 1921.

Material

Der fachliche Nachlass von Walter Hoppe befindet sich in der UB der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (Signatur NL 052).

Fotos von Walter Hoppe, die sein Schüler Walter Steiner angefertigt hat, befinden sich seit 2008 im Geologen-Archiv in Freiburg im Breisgau (mündliche Mitteilung von Walter Steiner am 20. September 2010)

Literatur

  • Michel, Gert: Laudatio zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. phil. Habil. Walter Hoppe. In: Michel, Gert [Bearb.]: Gedenkschrift zum 100. Geburtstag von Walter Hoppe. Weimar 1996, S. 1–26.
  • Steiner, Walter: Erinnerungen an Walter Hoppe. In: Michel, Gert [Bearb.]: Gedenkschrift zum 100. Geburtstag von Walter Hoppe. Weimar 1996, S. 27–44.
  • Rau, Dietrich: Walter Hoppe als Bodenkundler in Thüringen. In: Michel, Gert [Bearb.]: Gedenkschrift zum 100. Geburtstag von Walter Hoppe. Weimar 1996, S. 193–196.
  • Völkel, Ulrich (Hrsg.): Kleines Lexikon Weimarer Persönlichkeiten. Weimar 2009, hier S. 126.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 15 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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