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Tom Crepon
German writer

Tom Crepon

Tom Crepon
The basics

Quick Facts

Intro German writer
Is Writer
From Germany Germany
Field Literature
Gender male
Birth 1 January 1938, Demmin, Demmin, Mecklenburg-Western Pomerania, Germany
Age 84 years
Politics Socialist Unity Party of Germany
The details (from wikipedia)

Biography

Tom Crepon, eigentlich Carl-Thomas Crepon, Pseudonyme Claus Wendt, Hans Knutt (* 1938 in Demmin) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Tom Crepon wuchs in Teterow auf. Nach dem Abitur 1958 und Ableistung des Wehrdiensts in der NVA studierte er Anglistik und Germanistik an den Universitäten Greifswald, Rostock und Berlin. Von 1964 bis 1967 war er als Lehrer an der Erweiterten Oberschule in Teterow tätig. 1967 wurde er Aspirant der Literaturwissenschaft an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften in Berlin, wo er 1971 mit einer Kollektiv-Dissertation zum Dr. phil. promoviert wurde.

Von 1971 bis 1986 war er erster Direktor des neu gegründeten Literaturzentrums Neubrandenburg, einer Einrichtung des Rats des Bezirks Neubrandenburg, und ab 1981 auch Bezirksvorsitzender des Schriftstellerverbands der DDR für den Bezirk Neubrandenburg. Gleichzeitig war er ab 1972 als Inoffizieller Mitarbeiter unter dem Decknamen Klaus Richter für das Ministerium für Staatssicherheit tätig. In dieser Eigenschaft spionierte er unter anderem Brigitte Reimann aus, behinderte die Forschungen von Werner Liersch und suchte junge Schriftsteller zu beeinflussen. Auch an der Verfolgung von Anne Gollin war Crepon beteiligt.

1978 war er Mittelsmann beim Ankauf des in Braunschweig lagernden Fallada-Nachlasses gegen Devisenzahlungen des DDR-Kulturministeriums durch die Ostberliner Akademie der Künste. Mit dem Nachlass wurde 1981 im Carwitzer Hans-Fallada-Haus ein Archiv eingerichtet.

1985/86 gab er beide offiziellen Posten auf, um als freischaffender Autor zu wirken. Im Juli 1989 verließ er mit einem Einjahres-Visum als Stipendiat der Stiftung Herzogtum Lauenburg die DDR. Seit 1992 lebt er in Lübeck, wo er von 1991 bis 1993 Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek war. In diesem Jahr entdeckte Werner Liersch erstmals in seiner Stasiakte, dass es Crepon gewesen war, der ihn im Auftrag der Staatssicherheit massiv behindert hatte, und forderte die eng mit dem Literaturzentrum verbundene Hans-Fallada-Gesellschaft ohne Erfolg auf, die IM-Tätigkeit Crepons zu diskutieren.

1994 war Crepon Stadtschreiber in Otterndorf.

Werke

als Carl-Thomas Crepon

  • (mit Dietmar Hans Angler, Werner Jehser, Sepp Müller, Leopold Sladczyk): Hauptfragen der sozialistischen Parteilichkeit und Volksverbundenheit in der DDR-Literatur der Gegenwart. 2 Bände, Berlin, Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED 1971

als Tom Crepon

  • Leben und Tode des Hans Fallada. Halle: Mitteldeutscher Verlag 1978 - mehrere Auflagen
  • Leberecht von Blücher. Berlin: Neues Leben 1988 ISBN 3-355-00624-6, 2. Auflage 1990
  • Leben und Leiden des Ernst Barlach. Rostock: Hinstorff 1988 ISBN 3-356-00065-9, 2. Auflage 1990
  • Mecklenburg-Vorpommern: eine kleine historisch-kulturelle Landeskunde. Kiel: Landeszentrale für Politische Bildung 1990 (Gegenwartsfragen; 67)
  • Heinrich Schliemann. Berlin: Neues Leben 1990 ISBN 3-355-01029-4
  • Mecklenburg-Vorpommern: Bilder einer Landschaft. Rostock: Hinstorff 1993 ISBN 3-356-00505-7 (Text Englisch und Deutsch), 2. Auflage 1995
  • Holsteinische Schweiz. Rostock: Hinstorff 1993 ISBN 3-356-00501-4
  • Eine Stadt wie aus Marzipan: das große Lübeck-Lesebuch. Rostock: Hinstorff 1993 ISBN 3-356-00516-2
  • (mit Marianne Dwars) An der Schwale liegt (k)ein Märchen: Hans Fallada in Neumünster. Neumünster: Wachholtz 1993 ISBN 3-529-06220-0
  • Kinderspiele in Norddeutschland. Neumünster: Wachholtz 1997 ISBN 3-529-06357-6
  • Friedrich Schult. Freund Ernst Barlachs. Schwerin: Demmler 1997 ISBN 3-910150-37-3
  • Kurzes Leben - langes Sterben: Hans Fallada in Mecklenburg. Rostock: Hinstorff 1998 ISBN 3-356-00797-1
  • Gebhard Leberecht von Blücher - sein Leben, seine Kämpfe. Rostock: Hinstorff 1999 ISBN 3-356-00833-1

als Claus Wendt

  • Kunst-Stücke: Aphorismen und andere Gedanken-Sprünge. Berlin: Eulenspiegel-Verlag 1984
  • Vollmanns Frau. Berlin: Tribüne 1988 ISBN 3-7303-0196-9

Literatur

  • Christine Baumann: Zur Geschichte des Literaturzentrums Neubrandenburg : Dokumentation; 1971-1989. Erarbeitet im Auftrag der Stadt Neubrandenburg. Gefördert vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern und vom Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Schwerin; Neubrandenburg 2005
  • Christiane Baumann: Das Literaturzentrum Neubrandenburg 1971-2005. Literaturpolitik zwischen Förderung, Kontrolle und neuer Geschichtslosigkeit. Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs, Bd. 11. Berlin: Robert-Havemann-Gesellschaft 2006 ISBN 978-3-938857-03-8
  • Sabine Lange: Fallada: Fall ad acta? Sozialistische Erbepflege und das Ministerium für Staatssicherheit. Bremen: Edition Temmen 2006 ISBN 978-3-86108-089-3
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