Quantcast
peoplepill id: theodor-unger
TU
1 views today
3 views this week
Theodor Unger
German architect

Theodor Unger

Theodor Unger
The basics

Quick Facts

Intro German architect
Was Architect Writer
From Germany
Field Engineering Literature
Gender male
Birth 29 June 1846, Hanover, Hanover region, Lower Saxony, Germany
Death 29 March 1912, Hanover, Hanover region, Lower Saxony, Germany (aged 65 years)
Star sign Cancer
The details (from wikipedia)

Biography

Theodor Unger (* 29. Juni 1846 in Hannover; † 29. März 1912 ebenda; vollständiger Name: Theodor Louis Ferdinand Unger) war ein deutscher Architekt, Stadtplaner und Bau-Fachautor. Der Vertreter der Neugotik der Wiener Schule dokumentierte als Chronist des Baugeschehens in Hannover insbesondere die größtenteils verloren gegangene Architektur des 19. Jahrhunderts.

Leben

Buchdeckel für Ungers Architekturführer Hannover. Führer durch die Stadt und ihre Bauten von 1882
mit Künstlersignatur des Architekten Max Kolde

Theodor Unger besuchte – noch zur Zeit des Königreichs Hannover – von 1863 bis 1866 die Polytechnische Schule Hannover. Anschließend studierte er von 1867 bis 1870 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Friedrich von Schmidt.

1870 arbeitete Unger für Adelbert Hotzen als Bauleiter bei der Restaurierung der Kaiserpfalz Goslar.

1870 ließ sich Unger als selbstständiger Architekt in Hannover nieder und verfasste seitdem Entwürfe und Publikationen zu städtebaulichen Fragen für die Stadt (siehe Weitere Bauten), darunter etwa einen Vorschlag für eine Ringstraße um die Altstadt und die Calenberger Neustadt von Hannover mit der Anlage eines ersten Maschsees in der Aegidenmasch (so nicht realisiert). Hier ergänzte er die vorgeschlagene Ringstraße im Süden nach dem Vorbild des Beckens der Hamburger Außenalster mit zwei Wasserbassins im Bereich des heutigen Maschparks.

1878 verfasste Theodor Unger den Katalog über die Beiträge der Architekten auf der Provinzial-Gewerbe-Ausstellung.

Beim Besuch des Kaisers in Hannover 1889 war Unger an der Ausgestaltung der Festarchitekturen der Stadt beteiligt.

Theodor Unger war langjähriger Vorsitzender des Architekten- und Ingenieur-Vereins Hannover sowie der Hannoverschen Musikakademie. Er lieferte zahlreiche Gutachten insbesondere zur Raumakustik.

Unger war ein bedeutender Chronist des Baugeschehens in Hannover. Die Architektur des 19. Jahrhunderts, die heute zum größten Teil verloren ist, dokumentierte er 1882 im ersten Architekturführer der Stadt (Hannover. Führer durch die Stadt und ihre Bauten. – siehe Schriften), der noch heute eine wichtige Quelle zur lokalen Architekturgeschichte ist. Für diesen Band verfasste Unger Beiträge zur Hannoverschen Architekturschule, während Hubert Stier die Bauten der Neorenaissance behandelte.

Theodor Unger wurde in Bremen feuerbestattet.

Familie

Theodor Ungers Sohn Walther Unger (* 1. März 1876 in Hannover) wurde nach seinem Musikstudium Dirigent und leitete ab 1926 in Berlin die dortige Filiale des Klavierbauers Grotrian-Steinweg.

Werk

Bauten

Nach den Luftangriffen auf Hannover im Zweiten Weltkrieg und den Abrissen in der Nachkriegszeit hat sich heute in der niedersächsischen Landeshauptstadt keiner der Bauten Ungers erhalten.

  • 1872–1874: Kirche in Isenbüttel
  • 1888–1890: Verwaltungsgebäude der Vereinigten Landschaftlichen Brandkasse in Hannover am Schiffgraben

Städtebauliche Wettbewerbe und Entwürfe

Theodor Unger nahm häufig an Architektenwettbewerben im Aufgabenbereich des Städtebaus teil.

  • 1872 bis 1875 in Hannover:
    • Entwurf für die Wohnhausgruppe Akazienstraße als „malerische Straßenanlage“
    • Bebauung an der Marktstraße und der Karmarschstraße
  • 1883: zwei Wettbewerbsentwürfe eines Bebauungsplans für das Auefeld bei Kassel (prämiert mit dem 1. und dem 2. Preis)
  • 1888: Bebauungsplan für die Südstadt von Hannover
  • 1889: städtebauliche Entwürfe für die Aegidienmasch und eine „Wald-Ringstraße“ in Hannover

Schriften

  • Katalog zu den Beiträgen der Architekten zur Provinzial-Gewerbeausstellung 1878
  • Architekten- und Ingenieur-Verein Hannover (Hrsg.), Theodor Unger (Red.): Hannover. Führer durch die Stadt und ihre Bauten. Festschrift zur fünften Generalversammlung des Verbandes Deutscher Architekten- Ingenieur-Vereine. Klindworth, Hannover 1882.

Literatur

  • Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Schlüter, Hannover 1998, ISBN 3-87706-538-4, S. 571 und öfter.
  • Helmut Knocke: Unger, Theodor. In: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 367.
  • Helmut Knocke: Unger, Theodor. In: Stadtlexikon Hannover, S. 634f.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
comments so far.
Comments
From our partners
Sponsored
Sections Theodor Unger

arrow-left arrow-right instagram whatsapp myspace quora soundcloud spotify tumblr vk website youtube pandora tunein iheart itunes