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Reinhard Rürup
German historian

Reinhard Rürup

Reinhard Rürup
The basics

Quick Facts

Intro German historian
Is Historian Educator
From Germany
Field Academia Social science
Gender male
Birth 27 May 1934, Rehme, Bad Oeynhausen, Minden-Lübbecke District, Detmold Government Region
Age 88 years
Reinhard Rürup
The details (from wikipedia)

Biography

Reinhard Rürup (* 27. Mai 1934 in Rehme, Westfalen) ist ein deutscher Historiker.

Reinhard Rürup wuchs im ostwestfälischen Bad Oeynhausen auf. Er studierte ab 1954 Geschichte und Germanistik und hörte nebenbei Rechtswissenschaften und Theologie in Freiburg und Göttingen. Im Jahr 1962 wurde er bei Percy Ernst Schramm über Johann Jakob Moser. Pietismus und Reform promoviert. Danach war er Oberassistent am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, doch hatte er sich immer noch nicht auf eine Universitätslaufbahn festgelegt. Erst die Habilitation 1970 brachte die berufliche Entscheidung, denn kurz darauf wurde Rürup zum Professor berufen. Er lehrte als Gastprofessor u. a. in den Universitäten von Berkeley, Stanford, Harvard und Jerusalem.

Rürup hatte von 1975 bis zu seiner Emeritierung 1999 den Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin inne. Von 1989 bis 2004 war er Leiter der Gedenkstätte „Topographie des Terrors“ in Berlin. Aus Protest gegen die Verschleppungstaktik gegenüber dem Bauprojekt des Architekten Peter Zumthor seitens der zuständigen Behörden des Landes Berlin und des Bundes trat er von seinem Ehrenamt zurück. Von 1999 bis Ende 2005 leitete er mit Wolfgang Schieder das Forschungsprogramm „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“. Seit dem Jahr 2002 ist er Mitglied der Limbach-Kommission, die als Mediatorin in Fragen zu NS-Raubkunst tätig wird. 2010 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

Er ist Mitglied der Historischen Kommission der SPD.

Schriften (Auswahl)

Monographien

  • Probleme der Revolution in Deutschland 1918/1919. Steiner, Wiesbaden 1968, DNB 457984929 (= Institut für Europäische Geschichte: Vorträge, Nr. 50).
  • Emanzipation und Antisemitismus. Studien zur „Judenfrage“ der bürgerlichen Gesellschaft (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Band 15). Vandenhoeck und Ruprech, Göttingen 1975, ISBN 3-525-35966-7.
  • Deutschland im 19. Jahrhundert 1815–1871. Göttingen 1984.
  • mit Peter Brandt: Volksbewegung und demokratische Neuordnung in Baden 1918/19. Zur Vorgeschichte und Geschichte der Revolution. Sigmaringen 1991.
  • Schicksale und Karrieren. Gedenkbuch für die von den Nationalsozialisten aus der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft vertriebenen Forscherinnen und Forscher. Göttingen 2008 (unter Mitwirkung von Michael Schüring).

Herausgeberschaften

  • mit Karin Hausen Moderne Technikgeschichte. Köln 1975.

Festschrift

  • Der lange Schatten des Nationalsozialismus : Geschichte, Geschichtspolitik und Erinnerungskultur, Hrsg. von Stefanie Schüler-Springorum und Andreas Nachama, Göttingen : Wallstein-Verlag 2014, ISBN 978-3-8353-1530-3 (zum 80. Geburtstag)

Literatur

  • „Das Dritte Reich hatte kein Problem mit den deutschen Historikern.“ In: Rüdiger Hohls, Konrad H. Jarausch (Hrsg.): Versäumte Fragen. Deutsche Historiker im Schatten des Nationalsozialismus. DVA, Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05341-3, S. 267−280 (online), Interview mit Reinhard Rürup
  • Michael Grüttner (Hrsg.): Geschichte und Emanzipation. Festschrift für Reinhard Rürup, Campus, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-593-36202-3.

Anmerkungen


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