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Nikolaus Osterroth
German politician

Nikolaus Osterroth

Nikolaus Osterroth
The basics

Quick Facts

Intro German politician
Was Politician
From Germany
Field Politics
Gender male
Birth 16 February 1875, Hettenleidelheim, Germany
Death 19 September 1933, Werder (Havel), Germany (aged 58 years)
Star sign Aquarius
Politics Social Democratic Party of Germany
The details (from wikipedia)

Biography

Nikolaus Osterroth (* 16. Februar 1875 in Hettenleidelheim; † 19. September 1933 in Paris) war ein sozialdemokratischer Abgeordneter der Nationalversammlung von 1919.

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule in Hettenleidelheim begann Osterroth, dessen Vater Metzger war, mit 14 Jahren als Bergmann im Tonbergbau zu arbeiten. Diese Arbeit führte er – mit einer kurzen Unterbrechung durch seinen Militärdienst beim 18. bayerischen Infanterie-Regiment von 1895 bis 1897, bis 1902 aus.

Ab 1902 bis 1907 war er als Lagerhalter eines Konsumvereins tätig. In dieser Zeit arbeitete Nikolaus Osterroth bereits als Parteisekretär der SPD und Redakteur der Parteizeitung „Saarwacht“ in Saarbrücken. Es war Vorsitzender der Parteigruppe Saarbrücken-St. Johann.

Von 1907 bis 1913 war er als Arbeitersekretär in Waldenburg/Schlesien tätig, im Jahre 1910 übernahm er den Vorsitz der SPD Waldenburg, den er bis 1923 innehatte. 1913 übertrug man ihm die Aufgabe als Bezirksleiter des Bergarbeiterverbandes in Hamm/Westf. Hier war er bis 1919 aktiv. Am Ersten Weltkrieg nahm Osterroth von 1915 bis 1917 als Landsturmmann an der Ostfront teil.

In Hamm-Soest wurde er Stadtverordneter und Vorsitzender der dortigen SPD-Wahlkreisorganisation. 1918 übernahm er auch den Vorsitz des Arbeiter- und Soldatenrates in Hamm.

1919 bis 1920 war Nikolaus Osterroth Mitglied der Weimarer Nationalversammlung. 1921 bis 1933 war er als Mitglied des preußischen Landtags tätig. Von 1919 bis 1923 wurde er Bergbaureferent im Reichswirtschaftsministerium. Ab 1922 übernahm er die Aufgabe eines Referenten auch im Reichsarbeitsministerium.

Von 1924 bis 1933 war er stellvertretendes Vorstandsmitglied und sozialpolitischer Direktor der Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG (Preussag) in Werder/Havel und Aufsichtsratsmitglied zweier anderer Bergbauunternehmen.

„In der neuen Betriebsform (der Preussag, Anm.) wird sich ein Geist entwickeln, in dem auch die Beamten sich heimisch und nicht als Fremdkörper fühlen werden. Das Personal wird sich, glaube ich, zusammenschließen lassen zu einem gemeinschaftlichen Familiengeist, in dem sich jeder als Treuhänder des ihm anvertrauten Gutes fühlt.“

Nikolaus Osterroth: Antrittsrede, 1. Januar 1924

Den Posten eines Sozialdirektors wurde hier erstmals eingeführt. Nikolaus Osterroth sah seine Aufgabe darin, das neue Unternehmen Preussag innerlich zusammenzuhalten.

Zudem war er noch Stadtverordneter in Werder.

Nikolaus Osterroth gründete 1911 die Zeitung Schlesische Bergwacht als „Organ für den niederschlesischen Industriebezirk“ in Waldenburg. Die letzte Ausgabe erschien 1933.

Nikolaus Osterroth nahm sich im Pariser Exil am 19. September 1933 zusammen mit seiner Frau das Leben.

Veröffentlichungen

  • Ein verelendendes Bergrevier. In: Die Neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 31. Jg. 1912–1913, 2. Band (1913), Heft 30, S. 133–143. Digitalisat
  • Was können wir sozialisieren? Zur Sozialisierung des Braunkohlenbergbaues. In: Die Neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 37. Jg. 2. Band 1918/1919. Heft 22, S. 511–517. Digitalisat
  • Profit- oder Bedarfswirtschaft. In: Die Neue Zeit. Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie. 38. Jg., 1919–1920, 1. Band (1919), Heft 12, S. 263–268. Digitalisat
  • Das Betriebsrätegesetz und die Sozialdemokratie. Zwei Reden der Abgeordneten Bender und Osterroth zur 2. und 3. Lesung des Gesetzes. Sozialdemokratische Partei, Bezirkssekretariat, Frankfurt am Main 1920.
  • Vom Beter zum Kämpfer. Verlag Buchhandlung Vorwärts, Berlin 1920.
    • Vom Beter zum Kämpfer. Mit einer Einleitung von Hans J. Schütz. J. H.W. Dietz Nachf., Berlin, Bonn 1980.
  • Selbsthilfe durch Ausnutzung der Kaufkraft des Lohnes. Eine volkswirtschaftliche Plauderei Selbsthilfe!. Vorwärts. Druckerei und Verlag, Berlin 1920.
  • Der Kampf um Oberschlesien. In: Die Neue Zeit. 38. Jg. 1919–1920, 2. Band (1920), Heft 23, S. 529–534. Digitalisat
  • Wie ich in der Schule Polizeichef war. In: Arbeiter-Jugend. 1920, S. 62–63.Digitalisat
  • Der Streit um die Arbeitsgemeinschaften. Hrsg. von „Aufbau und Werden“, Gesellschaft für praktische Volksaufklärung. Der Firn, Berlin 1921.
  • Otto Hue. Ein Lebensbild für seine Freunde. Hrsg. vom Vorstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands. Druck H. Hannsmann & Co., Bochum 1922. Digitalisat
  • Der unanständige Löwe und andere Lausbubengeschichten. Mit Zeichnungen von Heiner Dikreiter. Drei Zinnen Verlag, Würzburg 1922.
  • Der deutsche Arbeiter und der Ruhreinfall. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1923.
    • The german Worker and the Ruhr invasion. Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1923.
    • L' ouvrier allemand et l'invasion de la Ruhr Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1923.

Literatur

  • Nikolaus Osterroth. In: Franz Osterroth: Biographisches Lexikon des Sozialismus. Verstorbene Persönlichkeiten. Bd. 1. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 236–237.
  • Walther G. Oschilewski: Ein Mann vor Ort. Zum 100. Geburtstag von Nikolaus Osterroth. In: Die Neue Gesellschaft. 22. 1975; S. 328–330.
  • Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1. 
  • Joachim Heinz: Vorkämpfer der Arbeiter und Anwalt der Bergleute. Nikolaus Osterroth (1875–1933). Bergarbeiter, Gewerkschafter und Politiker im Saarrevier, an der Ruhr und in Schlesien. In: Bergmannskalender. (2003), S. 169–184.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 18 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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