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Manuel Ochsenreiter

Manuel Ochsenreiter

German journalist
Manuel Ochsenreiter
The basics

Quick Facts

Intro German journalist
Is Journalist
From Germany
Type Journalism
Gender male
Birth 18 May 1976, Isny im Allgäu, Landkreis Ravensburg, Tübingen Government Region, Germany
Age 45 years
Star sign Taurus
The details (from wikipedia)

Biography

Manuel Ochsenreiter (* 18. Mai 1976 in Isny im Allgäu) ist ein deutscher Journalist. Er war von 1994 bis 2004 Autor der neurechten Jungen Freiheit, außerdem Autor des Magazins Sezession des Instituts für Staatspolitik, sowie Autor der eigentümlich frei. Von 2004 bis 2011 war er Chefredakteur der Deutschen Militärzeitschrift, für die er weiterhin schreibt. Im März 2011 wechselte er in die gleiche Position zur Monatszeitschrift Zuerst! Beide Zeitschriften werden von Dietmar Munier verlegt und dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet.

Leben

Herkunft und politische Betätigung

Manuel Ochsenreiter ist nach eigenen Angaben katholisch geprägt und wuchs in der Gemeinde Ellhofen im Allgäu auf. Nach dem Abitur 1996 am Gymnasium Lindenberg leistete er seinen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr ab.

Ab 1994 schrieb er Artikel (häufig Reportagen) für die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit. 1995 gehörte er zu den Autoren des durch Roland Bubik herausgegebenen Sammelbandes Wir 89er, worin zwölf Vertreter einer Generation von „Jungrechten“ ihre der 68er-Bewegung gegenüberstehenden politischen Ziele vorstellten. Er wurde infolgedessen vom Bayerischen Rundfunk interviewt und seine Ansichten in der Satirezeitschrift Titanic und dem Nachrichtenmagazin Focus aufgegriffen. Außerdem war er Mitglied des völkischen Vereins Witikobund und der Jungen Union (JU), wo er 1995 den „Konservativen Aufbruch“ mit ins Leben rief, sowie stellvertretender Landesvorsitzender von Baden-Württemberg und Bayern des Unions-nahen rechtskonservativen Christlich-Konservativen Deutschland-Forums (CKDF).

Studium, Korporation und Junge Freiheit

Ochsenreiter war einer der jüngsten Redakteure und leitete das Ressort „Zeitgeist & Lebensart“ der Jungen Freiheit in Berlin. Wegen Sparmaßnahmen der Zeitung verließ er sie zunächst im Jahr 1998. Ochsenreiter nahm 1999 ein Studium am privaten Institut für Marketing und Kommunikation (IMK) in Berlin auf, welches er als Diplom-Marketingkommunikationswirt beendete. In dieser Zeit trat er der pflichtschlagenden Berliner Burschenschaft der Märker bei. Heute ist er dort Alter Herr.

Von 2001 bis 2004 war er Leiter des Ressorts Innenpolitik der Jungen Freiheit. Thorsten Thaler, stellvertretender Chefredakteur der Jungen Freiheit, sieht Ochsenreiters „Verdienste“ in seinen Beiträgen zum Islamismus und Linksradikalismus. Darüber hinaus schrieb er für die Zeitschriften Sezession, die ebenfalls der Neuen Rechten zugerechnet wird, und eigentümlich frei.

Chefredaktion der DMZ und bei Zuerst!

Ochsenreiter war von 2004 bis 2011 Chefredakteur der Deutschen Militärzeitschrift (DMZ). In dieser Zeit untersagte die rot-grüne Bundesregierung den Bibliotheken und Fachinformationsstellen der Bundeswehr, die Zeitschrift weiterhin zu beziehen, weil diese dem „rechtsextremistischen Spektrum“ zuzuordnen sei.

Seit März 2011 ist Ochsenreiter, der zunächst Stellvertreter war, als Nachfolger von Günther Deschner Chefredakteur der Monatszeitschrift Zuerst! des rechtsextremen Verlegers Dietmar Munier. Ein öffentlichkeitswirksames Interview führte er mit dem weit rechts stehenden Vater des SPD-Politikers Sigmar Gabriel. Darüber hinaus interviewte er Persönlichkeiten der europäischen Rechten, u. a. den NPD-Politiker Arne Schimmer führender Aktivist des Zusammenschlusses von Holocaustleugnern Europäische Aktion, den ungarischen nationalkonservativen Politiker Zoltán Kovács und den russischen Nationalisten Alexander Dugin, den er als „langjährigen väterlichen Freund“ bezeichnete. Dem Extremismusforscher Elmar Vieregge zufolge, der das Magazin „Zuerst!“ im Jahrbuch Extremismus & Demokratie 2013 behandelt, nutzt Ochsenreiter seine Beiträge in der Zeitschrift auch dazu, sich selbst bekannt zu machen und eigene Positionen zu verbreiten.

Als DMZ- und Zuerst!-Chefredakteur berichtete er vom Balkan (Serbien, Ungarn) und aus dem Nahen Osten (Libanon, Syrien, Iran). Er ist immer wieder Interviewpartner staatlichen Medien Russia Today, Syrian TV und der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Ausführlich nahm er zum Bürgerkrieg in Syrien im neurechten Jugendmagazin Blaue Narzisse, aber auch im Ausland Stellung. In neurechten Kreisen gilt er als Syrien- bzw. Nahost-Experte.

Referententätigkeit

Er trat in der Vergangenheit als Referent u. a. beim neurechten Institut für Staatspolitik (IfS), bei der rechtsextremen Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) und der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) auf. Zudem hielt er Vorträge u. a. bei der „Ideenwerkstatt“ der Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld, der Marburger Burschenschaft Rheinfranken, der Marburger Burschenschaft Germania und der Burschenschaft Frankonia Erlangen. Darüber hinaus nahm Ochsenreiter 2012 und 2013 an der von Götz Kubitschek organisierten nationalkonservativen Messe Zwischentag in Berlin teil.

2013 war er Referent beim fünften vom Arktos-Verlag organisierten Kongress „Identitär Idé“ in Stockholm, zu dem auch Philippe Vardon (Bloc identitaire/Nissa Rebela) und Paul Gottfried geladen waren. 2013 referierte er zum Thema Syrien. 2014 war er mit anderen „einschlägigen Gastredner[n]“ auf den „Identitären Kongress“ in Budapest geladen, der durch die ungarische Regierung kurz vor der Ausrichtung verboten wurde. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) bezeichnete die geladenen Referenten als rechtsextrem bis neofaschistisch. Von dem Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger wird Ochsenreiter zu den Akteuren im Umfeld der Identitären Bewegung gerechnet.

Im September 2014 war Ochsenreiter Referent („Israelische Lobby in Deutschland“) der Konferenz „New Horizon“ in Teheran, die, wie die Vorgängerkonferenz von 2006, Holocaustleugnern eine Plattform bot.

Von September 2018 bis Januar 2019 arbeitete Ochsenreiter als Fachreferent im Bundestagsbüro des AfD-Abgeordneten Markus Frohnmaier. Nachdem Ochsenreiter beschuldigt worden war, in einen Anschlag in der Ukraine verwickelt zu sein, bat er Frohnmaier nach dessen Angaben um eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses, damit die Berichterstattung über die Vorwürfe diesem zukünftig nicht mehr schaden könne.

Anschlag in der Ukraine

Am 4. Februar 2018 wurde in der ukrainischen Stadt Uschhorod ein Brandanschlag auf eine ungarische Einrichtung verübt. Die Attacke mit Molotow-Cocktails sollte den polnischen Behörden zufolge ukrainischen Neonazis zugeordnet werden, um die Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn zu belasten. Die polnischen Täter wurden gefasst und standen 2019 vor einem polnischen Gericht in Krakau. Der Hauptangeklagte Michal P. soll Mitglied der polnischen Faschisten-Gruppierung „Falanga“ sein, die die pro-russischen Milizen in der Ostukraine unterstützt. Neben dem Brandanschlag ist er wegen Terrorismusfinanzierung angeklagt. P. sagte vor Gericht aus, Ochsenreiter habe ihn angestiftet, Personen zu suchen, um die Tat auszuführen. Weiterhin habe Ochsenreiter den Tag des Anschlages bestimmt und konkrete Anweisungen zur Durchführung gegeben. Auch die beiden Mitangeklagten hätten alles nach Ochsenreiters Vorgaben umgesetzt. Er erklärte zudem, dass er von Ochsenreiter 1500 Euro in mehreren Margen erhalten habe.

Nach einer Strafanzeige durch eine Privatperson ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen Ochsenreiter wegen des Verdachts der Anstiftung zu schwerer Brandstiftung. Die Anklage der polnischen Staatsanwaltschaft lautet auf "Terrorfinanzierung". Dieser bestreitet alle Vorwürfe. Sein Anwalt erklärte, dass Ochsenreiter „keinerlei Kenntnis von solchen Anschlägen“ besessen habe.

Familie

Manuel Ochsenreiter ist seit 2003 verheiratet und hat zwei Söhne.

Publikationen und Rezeption

Politische Positionierung

Er bezeichnete sich selbst 2005 in einem Interview als „Konservativer“ und grenzte sich vom Rechtsextremismus und Neonazismus ab. Nach Ansicht der SPD-Politiker Stephan Braun, Alexander Geisler und Martin Gerster schafft er jedoch nicht immer den Abstand zu „rechtsextremen Kadern“. So nenne Ochsenreiter Ernst Jünger seinen „Lieblingsautor“. Ein Ziel in seinem Leben ist nach eigenen Angaben: „Vielleicht eine kleine ‚Konservative Revolution‘“.

In seinen Publikationen für die Junge Freiheit übt er starke Medienkritik, indem er eine vermeintlich „links“ dominierte Medienlandschaft anprangert. Außerdem spielt er in seinen Publikationen auf die vermeintliche „Faschismus-Keule“ der Linken an. Die Hamburger Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher attestiert ihm in Bezug auf Geschlechterrollen für die Zeit seiner Tätigkeit bei der Jungen Freiheit eine „rechtskonservative Weltsicht“.

Buchveröffentlichung „Staatsmord in Bagdad“

Ochsenreiter gab 2007 den Sammelband Staatsmord in Bagdad. Saddam Hussein am Galgen heraus, in dem Beiträge von Jörg Haider, Jamal Karsli, Richard Lobsien, Heinz Magenheimer, Emil Schlee, Franz W. Seidler und Michael Wiesberg erschienen. Die Autoren zogen u. a. Parallelen zwischen den Nürnberger Prozessen und dem Prozess gegen Saddam Hussein. Im NPD-Presseorgan Deutsche Stimme erklärte Ochsenreiter, dass es sich bei beiden um „Siegerjustiz“ handle. Ein Interview zum Buch gab er darüber hinaus bei der rechtsextremen Zeitschrift Nation und Europa. Nach dem Publizisten Thomas von der Osten-Sacken wurde das Buch auch wohlwollend beim Regin-Verlag beworben.

Verhältnis zum Islamismus

Ochsenreiter gab 2005 dem islamistischen Internetportal Muslim-Markt ein Interview. Er reiste 2008 in den Libanon, ließ sich dort auf einem zerstörten israelischen Panzer fotografieren und traf Vertreter der schiitischen Miliz Hisbollah. Dort interviewte Ochsenreiter u. a. deren Sprecher für den Libanon Imad Alawa. Gemeinsamkeiten zwischen der sogenannten Rechten und Muslimen sieht er in der Kritik am Liberalismus. Er führte aus, dass es „ein geschichtlich gewachsenes Verhältnis von Muslimen und Christen gibt“, und verwies auf den Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig kritisierte er die muslimischen Spitzenverbände in Deutschland, die eine Nähe zu Bündnis 90/Die Grünen und zur Sozialdemokratie suchten, anstatt sich an konservativen Parteien zu orientieren.

Schriften (Auswahl)

  • Erziehungssache. In: Roland Bubik (Hrsg.): Wir ’89er. Wer wir sind – was wir wollen. Ullstein, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-548-36643-0, S. 209–225.
  • Hrsg.: Staatsmord in Bagdad. Saddam Hussein am Galgen. Bonus, Selent 2007, ISBN 978-3-935962-06-3.

Literatur

  • Anton Maegerle: Politischer und publizistischer Werdegang von Autoren der Jungen Freiheit. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 201–202.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 25 Jul 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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References
http://www.muslim-markt.de/interview/2005/ochsenreiter.htm
http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html?jf-archiv.de/archiv04/174yy59.htm
http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/PfeifferThomas/diss.pdf
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=eku3Xj3LV5s
http://www.focus.de/panorama/boulevard/gesellschaft-die-gegen-68er_aid_156072.html
https://web.archive.org/web/20150403054839/https://jungefreiheit.de/service/archiv/?jf-archiv.de/archiv04/474yy78.htm
https://web.archive.org/web/20131012052152/http://www.bielefelder-ideenwerkstatt.de/pages/vii.-bidw-2011/referenten.php
http://ef-magazin.de/autor/manuel-ochsenreiter/
http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/lifestyle-1/artikel/wechsel-an-der-zuerst-spitze-ochsenreiter-wird-neuer-chefredakteur.html
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/095/1609550.pdf
http://www.bnr.de/content/einschlaegig-verortet
https://web.archive.org/web/20131228161903/http://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2012.pdf
https://web.archive.org/web/20131014174438/http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=6087:das-private-ist-politisch?-rechtes-monatsmagazin-%E2%80%9Ezuerst%E2%80%9C-besucht-vater-von-sigmar-gabriel-spd&Itemid=773
http://www.der-rechte-rand.de/wp-content/uploads/drr_136.pdf
http://jungle-world.com/artikel/2015/10/51561.html
http://www.zeit.de/2017/34/osteuropa-wahlbeobachtung-afd-wladimir-putin/seite-2
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