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Kurt Goerttler
German anatomist and university teacher

Kurt Goerttler

Kurt Goerttler
The basics

Quick Facts

Intro German anatomist and university teacher
Was Anatomist Professor Educator
From Germany
Field Academia Healthcare
Gender male
Birth 17 May 1898, Sondershausen, Kyffhäuserkreis, Thuringia, Germany
Death 16 April 1983, Freiburg im Breisgau, Freiburg Government Region, Baden-Württemberg, Germany (aged 84 years)
Star sign Taurus
Politics National Socialist German Workers' Party (Nazi Party)
Education
University of Hamburg
The details (from wikipedia)

Biography

Kurt Goerttler (* 17. Mai 1898 in Sondershausen; † 16. April 1983 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Anatom und Hochschullehrer.

Leben

Kurt Goerttler war der Sohn des Vermessungsrates Paul Goerttler (1864–1929) und dessen Ehefrau Nikoline, geborene Grilck (1871–1964). Sein älterer Bruder war der Veterinär Victor Goerttler (1897–1982). Von 1915 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende schloss er sich dem Freikorps Epp an. Er absolvierte ab 1919 ein Medizinstudium an den Universitäten Marburg, Würzburg, Freiburg im Breisgau und Hamburg, das er mit Staatsexamen 1922 abschloss. Er wurde 1923 in Hamburg zum Dr. med. promoviert und approbiert. Danach war er als Assistent an den Anatomischen Instituten der Universitäten Würzburg und München beschäftigt. Er habilitierte sich 1926 in München. 1932 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität Kiel, wo er seit 1927 zweiter Prosektor gewesen war. Im Oktober 1932 ging er an die Universität Zürich, wo er erster Prosektor und ordentlicher Professor wurde. Er wurde 1933 Mitglied der NSDAP. Mitte März 1934 wurde er als Ordinarius an die Universität Hamburg berufen und wechselte zu November 1935 an die Universität Heidelberg, wo er jeweils als Direktor auch dem Anatomischen Institut vorstand. In den 1930er Jahren lehnte er Rufe an die Universitäten Bern, Zürich und Hamburg ab. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er zur Wehrmacht eingezogen und leistete bis September Kriegsdienst als Stabsarzt.

Nach Kriegsende wurde Goerttler durch die amerikanische Militäradministration vom Hochschuldienst in Heidelberg suspendiert. Im Mai 1947 wurde er nach einem Spruchkammerverfahren als Mitläufer entnazifiziert. Er folgte 1948 dem Ruf an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. An letzterer war er 1950/51, 1956/57 und 1957/58 auch Dekan. Goerttler wurde im Jahr 1964 zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Seit 1937 war er korrespondierendes und seit 1965 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er wurde 1965 emeritiert. Er war Verfasser zahlreicher Schriften auf dem Gebiet der Anatomie.

Literatur

  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. 2. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8. 
  • Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933–1986, Springer-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-88835-2, S. 229f.
  • Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). 2. Ausgabe, Band 4 Görres–Hittorp, K. G. Saur Verlag, München 2006, ISBN 3-598-25034-7, S. 2f.
  • Kurt Goerttler Der unbegrenzte Horizont. Essay über Lesen Bildung Wissenschaft, Studienreihe Boehringer Mannheim, ca. 1970, Textband 167 Seiten
  • Kurt Goerttler Entwicklungsgeschichte des Menschen. Ein Grundriss, Springer-Verlag, Berlin-Göttingen-Heidelberg 1950
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 07 Aug 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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