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Käte Schaller-Härlin
German painter

Käte Schaller-Härlin

Käte Schaller-Härlin
The basics

Quick Facts

Intro German painter
Was Painter
From Germany
Field Arts
Gender female
Birth 19 October 1877, Mangalore, India
Death 9 May 1973, Stuttgart, Germany (aged 95 years)
Star sign Libra
Awards
Officer's Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany  
The details (from wikipedia)

Biography

Käte Schaller-Härlin, geb. Härlin, (* 19. Oktober 1877 in Mangalore, Karnataka, Indien; † 9. Mai 1973 in Stuttgart-Rotenberg; vollständiger Name: Katharina Maria Schaller-Härlin) war eine deutsche Malerin für Porträts, Stillleben und monumentale Kirchenausmalungen.

Leben

Härlin wuchs als Tochter des evangelischen Pfarrers und Indien-Missionars Emmerich Härlin und dessen Ehefrau Anna Härlin geb. Nast in Gruibingen und Bodelshausen auf. Die Keramikerin Dorkas Reinacher-Härlin war ihre jüngere Schwester.

Härlin heiratete 1911 den Stuttgarter Kunsthistoriker und Kunsthändler Hans Otto Schaller (1917 vor Ypern gefallen) und hatte mit ihm die 1913 geborene Tochter Sibylle.

Sie studierte an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und bei Rudolf Yelin d. Ä., der für den Württembergischen Malerinnenverein Unterricht im Aktzeichnen erteilte. Anschließend wechselte sie an die Damenakademie in München, wo sich die Gelegenheit ergab, in den Zeitschriften Jugend und Meggendorfer Blätter erste Illustrationen zu publizieren. Studienreisen führten zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Italien und Frankreich.

Vor allem wurde sie als Porträtmalerin bekannt; hiervon konnte sie dank eines großen Netzwerks leben und ihre Tochter Sibylle großziehen. Sie porträtierte viele bekannte Persönlichkeiten wie zum Beispiel Theodor Heuss oder Elisabeth Mann.

In Zusammenarbeit mit dem Kirchenarchitekten Martin Elsaesser entstanden Wand- und Glasmalereien für verschiedene evangelische Kirchen in Württemberg. Arbeiten dieser Art finden sich beispielsweise in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Stuttgart-Gaisburg (1913), in der evangelischen Martinskirche in Oberesslingen (1918), in der evangelischen St.-Blasius-Kirche in Holzelfingen (1909), in der evangelischen Lutherkirche in Baden-Baden Lichtental (1919) oder in der Eberhardskirche in Tübingen (1911).

1944 wurde ihr Stuttgarter Haus mit Atelier zerstört und sie zog mit Anna Zaiss nach Eschach um, wo weitere Porträts entstanden. 1950 zog sie in die (von Martin Elsaesser erbaute) Villa Schaller am Rothenberg in Stuttgart, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Noch bis ins hohe Alter saß Käte Schaller-Härlin an der Staffelei, in den 1970er Jahren malte sie vor allem Stillleben.

Ihr Grab befindet sich auf dem Stuttgarter Pragfriedhof.

Ihr Werk umfasst Illustrationen, sakrale Wand- und Glasmalerei, Porträts und Stillleben sowie Landschaftsmalerei. Giotto-Studien in Florenz prägten ihren monumentalen Malstil, der zu Beginn ihres Schaffens an die Jugendstil-Malerei anknüpft und sich nach und nach durch die Begegnungen mit dem Werk Henri Matisses, Maurice Denis’ und Paul Cézannes immer wieder modernen Strömungen der Kunst – stets zeitgemäß und nie ungegenständlich – annähert. Besonders zu betonen ist ihre Schlüsselposition als Frau in der sakralen Wand- und Fenstergestaltung.

Ehrungen

  • 1968: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland

Werke

  • Fresken der zwölf Apostel in der Kirche zu Holzelfingen
  • Wandbilder in der Gaisburger Kirche in Stuttgart
  • Bilder in der Kirche von Lichtental bei Baden-Baden
  • Glasfenster der Martinskirche in Oberesslingen (1918)
  • Glasfenster der Evangelischen Stadtkirche in Oberndorf am Neckar
  • Glasfenster der Schlosskapelle in Tettnang
  • Glasfenster der Dionysiuskirche in Bodelshausen, 1930 gestiftet von Familie Gehring aus Bodelshausen

Es existieren ca. 2000 Bilder von ihr. Unter den Porträtierten waren:

Ein Selbstbildnis der Künstlerin aus dem Jahre 1923 befindet sich heute mit der Sammlung Hugo Borst in der Staatsgalerie Stuttgart.

Literatur

  • Schaller-Härlin, Käte. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 29: Rosa–Scheffauer. E. A. Seemann, Leipzig 1935, S. 577. 
  • Schaller-Härlin, Käte. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 6, Nachträge H–Z. E. A. Seemann, Leipzig 1962, S. 396. 
  • Hermann Bruder: Untertürkheim und Rotenberg. Herzstück im Schwabenland. Ein Heimatbuch. Bürgerverein Untertürkheim e.V., Stuttgart 1983.
  • Schaller-Härlin, Käte. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). 2., überarb. und erweiterte Auflage. Band 8: Poethen–Schlüter. De Gruyter / K. G. Saur, Berlin / Boston / München 2007, ISBN 978-3-11-094025-1, S. 758 (books.google.de). 
  • Carla Heussler: Zwischen Avantgarde und Tradition. Die Stuttgarter Malerin Käte Schaller-Härlin. In: Schwäbische Heimat. Jahrgang 2011, Heft 4, S. 461–469.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 19 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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