Quantcast
peoplepill id: johann-eichhorn
JE
1 views today
5 views this week
Johann Eichhorn
Deutscher Serienmörder

Johann Eichhorn

Johann Eichhorn
The basics

Quick Facts

Intro Deutscher Serienmörder
From Germany
Gender male
Birth 8 October 1906, Aubing-Lochhausen-Langwied, Germany
Death 1 December 1939, Munich, Germany (aged 33 years)
Star sign Libra
Politics Nazi Party
The details (from wikipedia)

Biography

Johann Eichhorn (* 8. Oktober 1906 in Aubing; † 1. Dezember 1939 in München) war ein deutscher Serienmörder. Für fünf Morde und neunzig Vergewaltigungen wurde er zum Tode durch das Fallbeil verurteilt und hingerichtet.

Leben

Herkunft und Jugend

Johann Eichhorn wurde als ältestes von acht Kindern in Aubing geboren. Seine Eltern Johann und Magdalena Eichhorn verdienten als Tagelöhner zwar nur wenig Geld, sorgten sich aber um ihre Familie so gut es ging. Nach dem Abschluss der Volksschule machte er eine Lehre als Schlosser und bekam danach eine Anstellung bei der Deutschen Reichsbahn als Rangierer. Dort galt er als hilfsbereit und zuverlässig.

Erster Mord

Schon früh wusste Eichhorn, dass sein Verhältnis zu Frauen gestört ist. Zum Beispiel erregte es ihn nicht, wenn Frauen ihn küssten („schmusten“). Sein Sexualleben entwickelte sich erst, wenn Gewalt im Spiel war. Seine ersten Vergewaltigungsopfer waren wahrscheinlich seine beiden Schwestern. 1931 lernte er die 16-jährige Katharina Schätzl am Oktoberfest kennen. Einige Tage später machte er eine Fahrradtour mit ihr. Auf dieser riss er sein Opfer vom Rad, vergewaltigte sie anschließend und warf die erwürgte Schätzl dann in die Isar.

Weitere Morde

Katharina Schätzl war sein erstes Mordopfer, zuvor hatte er es bei Vergewaltigungen belassen. Eichhorn sah sich selbst als „wildes Tier“ und machte so Jagd bevorzugt auf Radfahrerinnen in der Dämmerung. Im Frühling 1934 zerrte er die frisch verheiratete Anna Geltl vom Rad und schoss ihr, weil sie sich wehrte, mit einer Pistole in den Hinterkopf. Daraufhin schleppte er sie in ein Gebüsch und trennte ihr dort mit einem achtzehn Zentimeter langen Messer diverse Körperteile ab. Nur ein paar Monate später im Herbst wurde Berta Sauerbeck von ihm in den Hinterkopf geschossen. Doch Sauerbeck überlebte. Daraufhin verscharrte er die Schwerverletzte in einer Abfallgrube unter Müll, wo diese später starb.

1935 heiratete Eichhorn Josefa. Mit dieser bekam er in den nächsten Jahren zwei Kinder. Aber auch dies beendete nicht die Vergewaltigungsserie, aber alle Opfer kamen mit dem Leben davon. Laut Aussagen von Johann Eichhorn liebte seine Ehefrau Gewalt im Bett, so dass das Eheleben halbwegs stabil war.

Im Sommer 1937 wurde Rosa Eglein sein viertes Mordopfer. Auch dieses Mal verstümmelte er das Opfer, nachdem er ihr in den Kopf geschossen hatte. Wiederum ein Jahr später im Herbst war die 23-jährige Maria Jörg sein letztes Mordopfer. Auch hier ging er nach demselben Muster vor.

Letzte Straftat und Verurteilung

Am 29. Januar 1939 wollte Eichhorn ein zwölfjähriges Mädchen überfallen und missbrauchen. Dabei wurde er von Passanten beobachtet und diese konnten den 1,73 Meter großen, schmächtigen Mann überwältigen. Während der Zeit seiner Untersuchungshaft gestand er dann im Verlauf von mehrmonatlichen Verhören zögerlich die einzelnen Morde. Eichhorn wurde daraufhin von Ärzten und Psychologen untersucht. Laut deren Gutachten ist Eichhorn ein „intellektuell nicht unterdurchschnittlich beanlagter“ Mensch, jedoch handelt es sich bei ihm um einen „ethisch und moralisch tiefstehenden, haltlosen, willensschwachen, sexuell aussergewöhnlich triebhaften Psychopathen (...)“, der seine Verbrechen „planmäßig vorbereite“ und „Zweckmäßig durchführe“. Auf die Frage, warum fünf seiner zahlreichen Vergewaltigungsopfer sterben mussten, antwortete er „Wenn die Mädchen sich bädnig wehrten, habe ich zur Waffe gegriffen, weil ich mir da nicht zu helfen wusste“. Als sie dann tot vor ihm lagen, konnte er vollständig von ihnen Besitz erlangen. Vom Sondergericht München wurde Eichhorn wegen fünf Morden und neunzig Vergewaltigungen zum Tod durch das Fallbeil verurteilt. Seine Frau Josefa ließ sich scheiden, wechselte den Familiennamen und zog in einen anderen Ort. Ende November 1939 schreibt Eichhorn aus dem Gefängnis einen Abschiedsbrief an seine ehemalige Familie, seine Frau und zwei Kinder. „Nachdem ich schweres Unrecht begangen habe, muß ich auch mit furchtbaren Folgen rechnen. (...) Ich selbst äußerte den Wunsch Euch nicht mehr zu sehen.“ Das Urteil an der „Bestie von Aubing“ wurde am 1. Dezember 1939 im Strafvollstreckungsgefängnis München-Stadelheim vollstreckt.

Noch heute gilt Eichhorn als einer der grausamsten Mörder der deutschen Kriminalgeschichte. Dennoch blieb sein Name relativ unbekannt. Eine Erklärung dafür ist wohl, dass Eichhorn NSDAP-Mitglied war. Mit Zensur wurde seinerzeit versucht, die Geschichte zu vertuschen. Aufsehen erregte 2007 der Roman „Kalteis“, in dem die Autorin Andrea Maria Schenkel seine Taten verarbeitete.

The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 08 Oct 2019. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
comments so far.
Comments
From our partners
Sponsored
Reference sources
References
https://www.merkur.de/lokales/muenchen/west/johann-eichhorn-bestie-aubing-751796.html
https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Kriminalf%C3%A4lle_(19./20._Jahrhundert)
https://tools.wmflabs.org/persondata/p/Johann_Eichhorn_(M%C3%B6rder)
arrow-left arrow-right instagram whatsapp myspace quora soundcloud spotify tumblr vk website youtube pandora tunein iheart itunes