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Iwan Oldekop
German university teacher

Iwan Oldekop

Iwan Oldekop
The basics

Quick Facts

Intro German university teacher
Was Professor Educator
From Germany
Field Academia
Gender male
Birth 3 October 1844, Hanover, Germany
Death 7 January 1936, Hanover, Germany (aged 91 years)
Star sign Libra
Family
Father: Georg Karl Theodor Oldekop
The details (from wikipedia)

Biography

Iwan Friedrich Julius Oldekop (* 3. Oktober 1844 in Hannover; † 7. Januar 1936 ebenda) war ein deutscher Vizeadmiral.

Leben

Militärischer Werdegang

Iwan Oldekop war Sohn des hannoverschen Kriegsrats Theodor Oldekop und begann 1858 als Schiffsjunge seine seemännische Ausbildung. Er trat 1865 in die Preußische Marine ein (ab 1. Juli 1867 Marine des Norddeutschen Bundes, ab 1871 Kaiserliche Marine) und war 1882 Korvettenkapitän. Von 1882 bis 1886 war er als Militärbevollmächtigter in der deutschen Botschaft in London tätig. Die damit verbundenen Aufgaben entsprachen denen der späteren Marineattachés. In dieser Zeit wurde er zum Kapitän zur See befördert. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er von 1887 bis 1889 Kommandeur der II. Matrosen-Division; 1889–1890 Chef des Stabes der Marinestation der Nordsee; 1890–1892 Kommandant der Panzerfregatte SMS Deutschland; Beförderung zum Konteradmiral; 1892–1895 Inspekteur der II. Marine-Inspektion, danach bis zu seiner Pensionierung (1899) Inspekteur des Bildungswesens der Kaiserlichen Marine sowie Direktor der Marineakademie in Kiel. In diesem Jahr erfolgte auch seine Beförderung zum Vizeadmiral.

Unterdessen hatte Oldekop am 4. Januar 1888 Ottilie von Rauschenplat geheiratet, mit der er zwei Söhne hatte. Sein Neffe war der spätere Admiral der Reichsmarine Iwan Oldekop.

Konflikte mit Tirpitz

Alfred von Tirpitz wurde 1897 Staatssekretär im Reichsmarineamt. Er begann, ganz im Sinne von Kaiser Wilhelm II., mit sehr weitreichenden Planungen zur Aufrüstung der deutschen Flotte sowie anderer militärstrategischer Überlegungen. Diese Planungen waren in der Admiralität sehr umstritten. Zu seinen größten Kritikern gehörte Curt von Maltzahn, der in dieser Zeit als Lehrer an der Marineakademie in Kiel tätig war. Als Maltzahn 1899 seine kritischen Schriften ("Seekriegslehre") veröffentlichen und Oldekop als Direktor der Akademie dies nicht verhindern wollte, betrieb Tirpitz die Absetzung Oldekops. Am 13. November 1899 wurde Oldekop im Alter von 56 Jahren z.D. (zur Disposition) gestellt und zog sich ins Privatleben zurück.
Maltzahn wurde 1900 zwar Nachfolger Oldekops als Direktor der Kieler Marineakademie, doch die Zerwürfnisse mit Tirpitz waren so groß, dass auch er 1903 im Alter von 54 Jahren abgelöst wurde. Weitere Kritiker der Tirpitz-Pläne, wie die Vize-Admirale Karl Galster (Vizeadmiral) und Victor Valois, sind ebenfalls dem Kieler Umfeld Oldekops zuzuordnen; beide wurden im Alter von 55 Jahren pensioniert.

Die "Crew 65"

Oldekop und Tirpitz kannten sich schon aus ihrer Zeit als Seekadetten. Beide gehörten der Crew 65 an, die nach ihrem Eintrittsjahr (1865) in die preußische Marine so genannt wurde. Sie begannen ihren militärischen Werdegang in Kiel als sie am 14.6.1865 an Bord des Schulschiffes SMS Niobe gingen, welches am 30.9.1865 zu einer mehrmonatigen Ausbildungsreise in See stach und erst am 15.5.1866 nach Kiel zurück kehrte. 23 Lehrgangsteilnehmer bestanden die Prüfungen und erhielten ihr Patent als Seekadett. Unter ihnen befanden sich 7 spätere Admiräle: Oscar Boeters, Wilhelm Büchsel, Otto von Diederichs, Richard von Geißler, Oscar Klausa, Iwan Oldekop, Alfred (von) Tirpitz. 5 Lehrgangsteilnehmer erhielten eine „königliche Belobigung“ (royal commendation): Büchsel, Diederichs, Klausa, Oldekop und Tirpitz.
Eine weitere Station auf dem Lebensweg der ehemaligen Seekadetten der Crew 65 war die Beförderung Oldekops und Diederichs zu Konteradmiralen.
Die Thorner Presse berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 23. Januar 1892:
„Die Kieler Ztg. berichtet: Bei der gestrigen Anwesenheit des Kaisers sind die Kapitäne zur See Oldekop und Diederichs zu Contre-Admiralen befördert [worden]. Contre-Admiral Karcher ist zum Chef des Uebungsgeschwaders, Kapitän zur See Tirpitz zum Chef des Stabes des Oberkommandos der Marine ernannt worden.“
Maltzahn und Tirpitz kannten sich schon aus Kindertagen. Beide kamen im gleichen Jahr (1849) im gleichen Ort (Küstrin) zu Welt. Tirpitz erwähnt in seinen Erinnerungen, dass es sein Schulfreund Maltzahn war, der ihn zum Eintritt in die Marine bewegt habe.

Doch Tirpitz' Durchsetzungswille und seine Eigenschaft als kühler Bürokrat nahm auf diese Verbindungen keine Rücksicht. Als Maltzahn 1903 nach seiner Verabschiedung schließlich doch seine kritischen Schriften veröffentlichte, zerbrach die jahrzehntelange Freundschaft zwischen ihm und seinem Duzfreund Tirpitz.

Letzte Klarheit über die konfliktgeladene Situation in der Marineführung, unter der auch Oldekop zu leiden hatte, bringt die folgende Beschreibung:
Opponents of the battleship construction (Bau von Schlachtschiffen) were not tolerated at the Leipziger Platz (Reichsmarineamt in Berlin). Tirpitz viciously attacked proponents of cruiser warfare (Kreuzerkrieg) such as Admiral Hollmann, Admiral von Koester, Admiral Oldekop, Vice-Admiral Valois and Captain v. Maltzahn, denouncing them to Admiral v. Müller as "dangerous to the Navy"

Epilog

Als Hinweis auf die Konflikte innerhalb der Marineführung um 1900 lassen sich auch die Zeilen deuten, die Oldekop nach seinem unfreiwilligen Ausscheiden im November 1899 am 15. Januar 1901 an seinen engen Freund und Weggefährten, Vizeadmiral Otto von Diederichs schrieb:

„ … daß ich mich innerlich freue, unter den obliegenden Verhältnissen u. Umständen unter einem Regime T[irpit]z, S[enden] u. v[on] K[oester] nicht weiter dienen zu brauchen.“

Hiermit fällt Oldekop sein ganz persönliches Urteil über die wesentlichen politischen und militärischen Akteure der Reichsmarine und gibt einen Blick frei auf die verworrenen Machtverhältnisse in diesen Jahren. Diese waren dadurch entstanden, dass Kaiser Wilhelm II. mit seiner Kabinettsorder vom 14. März 1899 die bisherige Führungsstruktur der Marine aufhob. Für das bisherige Oberkommando mit einem Kommandierenden Admiral (zuletzt Admiral Eduard von Knorr) wurde die Führung der Reichsmarine auf 4 Säulen gestellt: zwei militärische (Admiral Hans von Koester als Generalinspekteur der Reichsmarine und Vizeadmiral Otto von Diederichs als Chef des Admiralstabes) und zwei politische (Konteradmiral Alfred von Tirpitz als Staatssekretär im Reichsmarineamt und Vizeadmiral Gustav von Senden-Bibran als Chef des Marinekabinetts Kaiser Wilhelm II.), welche in ständiger Konkurrenz standen. Das Oberkommando über die Reichsmarine übernahm der Kaiser selbst.

Zivile Tätigkeiten in Hannover

Nach seinen Rückzug von der Marine übte Oldekop mehrere Ehrenämter aus, darunter im Aufsichtsrat der „Hannoverschen Wohnungsgenossenschaft für den gemeinnützigen Wohnungsbau“.

Oldekop war zudem Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Hannover.

Oldekopstraße

Die 1926 im hannoverschen Stadtteil Bothfeld angelegte Oldekopstraße wurde im selben Jahr – zu Lebzeiten Oldekops – nach dem ehemaligen Vizeadmiral benannt, laut dem im folgenden Jahr herausgegebenen Adressbuch der Stadt Hannover von 1927 nach „[...] einem Förderer des Heimstättenwesens“.

Rauschenplatstraße

Die von der Oldekopstraße abzweigende und ebenfalls 1926 in Bothfeld angelegte Rauschenplatstraße wurde laut dem Adressbuch der Stadt Hannover von 1952 „[...] nach der Begründerin der Rauschenplat-Stiftung“: Caroline von Rauschenplat, geborene von Corbin (4. Juli 1823 in Köln – 22. Mai 1892 in Hannover).

Siehe auch

  • Liste der Kommandeure der Marineschule (Kiel und Mürwik)

Literatur

  • Militärgeschichtliches Forschungsamt: Deutsche Marinen im Wandel. Abschnitt: Tirpitz strategisches Wirken vor und nach dem Weltkrieg. v. William Michaelis, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2005.
  • Klaus Franken: Das Marinekabinett Kaiser Wilhelm II. und sein erster Chef Admiral Gustav von Senden-Bibran. Berliner Wissenschaftsverlag, 2015.
  • Patrick J. Kelly: Tirpitz and the imperial german navy. Indiana University Press, 2011.
  • Holger H. Herwig: „Luxury“ Fleet – The Imperial German Navy 1888-1918. Routledge Library Editons, Humanity Books, 1987.

zu Rauschenplat:

  • Hans Mahrenholtz: Die Familie Rauschenplat in Niedersachsen (= Forschungsberichte, Neue Folge, Bd. 2), Hannover: Familienkundliche Kommission für Niedersachsen und Bremen sowie angrenzende ostfälische Gebiete e.V., 1985
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 18 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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