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Helmut Wagner
�¿½¶sterreichischer Sportler

Helmut Wagner

Helmut Wagner
The basics

Quick Facts

Intro �¿½¶sterreichischer Sportler
Is Athlete
From Austria
Field Sports
Gender male
Birth 19 March 1939, Telfs, Innsbruck-Land District, Tyrol, Austria
Age 83 years
Star sign Pisces
The details (from wikipedia)

Biography

Helmut „Helli“ Wagner (* 19. März 1939 in Telfs) ist ein österreichischer Allround-Bergsteiger.

Biographie

Wagner ist Sohn von Anna und Franz Wagner, der bei Kriegsende in Italien fiel. 1956 wurde er Mitglied der Telfer Klettergilde, dort fand er in Helmut Baldauf einen Seilgefährten und Freund. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied im Innsbrucker Alpin Klub „Die Karwendler“.

Trotz bescheidener Mobilität und Ausrüstung lernte er sich die notwendige Klettertechnik und Kenntnis in behelfsmäßiger Bergrettungstechnik erfolgreich an. 1959 kam er auf Einladung der ENSA für 14 Tage nach Chamonix.

1961 erhielt Wagner beim Hauptverein des Österreichischen Alpenvereins eine Anstellung zur Kontrolle und bedarfsgerechten Ausstattung der 450 Schutzhütten, des ÖAV und DAV mit Bergrettungsgerät. Von Bregenz bis Wien besuchte er alle 450 Schutzhütten und bestieg dabei zahlreiche Gipfel. Gleichzeitig war Wagner 7 Jahre ehrenamtlicher Landesausbildungsleiter des Österreichischen Bergrettungsdienstes Tirol. 1970 erhielt er das Bergführer-Diplom.

Schon in den 60er-Jahren zählte Helmut Wagner zu den „stärksten Tiroler Spitzenalpinisten“. Wagner hat sich dabei auf die schwierigen Winterbegehungen spezialisiert, besonders bemerkenswert ist hier die erste Winterbegehung der Laliderer Nordverschneidung und der direkten Nordwand im Jänner 1964 mit Rolf Walter. Weitere große Touren dieser Zeit umfassen Grandes Jorasses – Walkerpfeiler, Matterhorn Nordwand sowie Montblanc – Frêneypfeiler. Einen besonderen Gipfelsieg konnte Wagner im Himalaya verzeichnen: Gemeinsam mit Peter Vogler und Gerhard Bauer bestieg er 1975 den Kangchendzönga-Westgipfel Yalung-Kang (8505 m) im Rahmen einer Expedition des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins.

1977 gründete Helmut Wagner die Bergsteigerschule Wetterstein. In seiner zehnjährigen Tätigkeit als Bergführer durchstieg er weiterhin große Alpenwände und vervollständigte somit seine Sammlung aller 4000er-Massive in den Alpen.

Auszeichnungen

  • Sportehrenzeichen der Marktgemeinde Telfs und des Landes Tirol 1978

Wichtige Touren

  • 1958 – Erste Solo-Begehung der Scharnitzspitze (2471 m), Südwand „Spitzenstätter/Baldauf“ (VI-), Wettersteingebirge
  • 1959 – Grand Capucin (3838 m), Ostwand „Bonatti/Ghigo“, mit Helmut Baldauf, Mont-Blanc-Gruppe
  • 1960 – Große Zinne (2999 m), Nordwand-Direttissima (VI+), mit Helmut Baldauf, Dolomiten; Westliche Zinne (2973 m), Nordwand „Franzosen-Führe“ (VI+/A3), 15. Begehung mit Helmut Baldauf, Dolomiten
  • 1961 – Erste Winterbegehung des Großen Bettelwurfs (2726 m), Nordwand (V), mit Walter Larcher und Ernst Knapp, Karwendel
  • 1962 – Matterhorn (4477 m), Nordwand „Schmid-Route“, mit Helmut Baldauf, Walliser Alpen; Grandes Jorasses (4208 m), Nordwand „Walkerpfeiler“, mit Helmut Baldauf, Mont-Blanc-Gruppe
  • 1963 – Erstbegehung der Hohen Wand (2715 m), direkte Südwand (VI+), mit Peter Konzert, Mieminger Gebirge
  • 1964 – Erste Winterbegehung der Laliderer-Nordverschneidung (VI+), mit Rolf Walter; erste Winterbegehung der Laliderer Spitze (2583 m), direkte Nordwand, „Rebitsch/Spiegl/Rainer“ (VI), mit Rolf Walter, Karwendel; erste Schibefahrung der Nordwand Hochfernerspitze (3463 m), mit Ander Hörtnagl, Zillertaler Alpen
  • 1967 – Erstbegehung der Scharnitzspitze (2471 m), Südwand „Telferweg“ (VI/A2), mit Sigfried Aeberli und Rudolf Estmeister, Wettersteingebirge; Aiguille du Dru (3733 m), Westwand „Magnone-Führe“ (VI-/A2), mit Hans Gasteiger, Mont-Blanc-Gruppe
  • 1968 – Große Zinne (2999 m), Nordwand-[Direttissima (Klettern)|Superdirettissima] (VI+/A2), mit Rolf Walter, Dolomiten
  • 1970 – Piz Cengalo (3370 m), Nordpfeiler „Cengalo-Pfeiler“ (VI-), mit Ivor Ganahl, Bergell; Les Droites (4000 m), Nordwand „Cornuau-Daville“, 5. Begehung, mit Ivor Ganahl, Mont-Blanc-Gruppe
  • 1971 – Piz Ciavazes (2228 m), Südwand „Pit Schubert“ (VI), mit Rolf Walter, Dolomiten
  • 1972 – Piz Badile (3308 m), Nordost-Wand (VI-), mit Siegfried Aeberli, Bergell; Aiguille Noire de Peuterey (3772 m), Westwand „Ratti/Vitali“ (VI-), mit Ivor Ganahl, Mont-Blanc-Gruppe
  • 1973 – Cima Scotoni (2876 m), Westwand „Lacedelli/Ghedina“ (VI+), mit Ivor Ganahl, Dolomiten; Pilastro Tofana di Rozes (3225 m), Südost-Kante „Constantini/Ghedina“ (VI), mit Ivor Ganahl, Dolomiten; Civetta – Quota IGM (2992 m), Nordwest-Wand „Philipp/Flamm“ (VI), mit Herman Heinzle, Dolomiten; Torre Trieste (2436 m), Südwand „Carlesso/Sandri“ (VI+), mit Hermann Heinzle, Dolomiten; Marmolada di Rocca (3342 m), Südwand „Vinatzer/Castiglioni“ (VI), mit Hermann Heinzle, Dolomiten
  • 1974 – Gletscherhorn (3983 m), 2. Begehung der Nordwand „Riss/Etter/Jaun“, mit Hermann Heinzle, Berner Oberland; Grand Pilier d’ Angle (4243 m), 3. Begehung der Nordwand „Cechinel/Nomine“, mit Ivor Ganahl, Mont-Blanc-Gruppe; Mont Blanc (4810 m), Frêney-Zentralpfeiler „Bonington“ (VI-), mit Ivor Ganahl, Mont-Blanc-Gruppe
  • 1975 – Kangchendzönga, 2. Begehung des Westgipfels „Yalung Kang“ (8505 m), mit Peter Vogler und Gerhard Bauer, Himalaya
  • 1978 – Eiger (3967 m), Nordost-Wand „Lauper“, mit Kurt Lyncke, Berner Oberland; 1. vollständige Begehung der Hohen Munde (2662 m), direkte Südwand, (VI), mit Manfred Abelein
  • 1985 – Winterbegehung der Ortler Nordwand (3899 m), mit Kurt Lyncke, Ortler-Alpen
  • 1986 – Monte Rosa – Signalkuppe (4554 m), Ostwand „Macugnaga-Wand“, mit Traudl Kraus, Walliser Alpen
  • 1989 – Mont Blanc du Tacul (4248 m), Nordost-Flanke „Gervasutti Couloir“, mit Traudl Kraus, Mont-Blanc-Gruppe

Literatur

  • Ulli Auffermann: Entscheidung in der Wand. 1. Auflage. Schall-Verlag, Alland 2010, ISBN 978-3-900533-62-5, S. 448. 
  • Ulli Auffermann, Hans Kammerlander: Das große Matterhorn-Lexikon von A–Z. Mit über 800 Stichworten. 1. Auflage. Schall-Verlag, Alland 2014, ISBN 978-3-900533-79-3, S. 296. 
  • Ulli Auffermann: Gratwanderung: Vom Ãœberlebensinstinkt bekannter Alpinisten. 1. Auflage. Bruckmann, München 2012, ISBN 978-3-7654-5987-0, S. 224. 
  • Reinhold Messner, Domenico Rudatis, Vittorio Varale: Die Extremen – Deutschsprachige Ausgabe. BLV Verlagsgesellschaft, München 1974, ISBN 3-405-11305-9, S. 190. 
  • Günter Sturm: Erfolg am Kantsch. BLV Verlagsgesellschaft, München 1975, ISBN 3-405-11589-2, S. 142. 
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 09 Aug 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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