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Hartmut Radebold
German university professor

Hartmut Radebold

Hartmut Radebold
The basics

Quick Facts

Intro German university professor
Is Professor Educator
From Germany
Field Academia
Gender male
Birth 23 April 1935, Berlin, Margraviate of Brandenburg
Age 87 years
Star sign Taurus
Awards
Officer's Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany  
Officer's Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany  
The details (from wikipedia)

Biography

Hartmut Radebold (* 23. April 1935 in Berlin) ist ein deutscher Psychiater, Psychoanalytiker und Altersforscher. Von 1976 bis 1997 war er ordentlicher Professor für Klinische Psychologie an der Universität Kassel. Er gilt als Begründer und „Nestor der deutschsprachigen Psychotherapie Älterer“ (Psyche).

Leben und Wirken

Nach Ende des 2. Weltkrieges wuchs Radbold als Halbwaise bei seiner Mutter auf.

Radebold studierte von 1954 bis 1960 Humanmedizin an der Freien Universität Berlin. Von 1960 bis 1966 arbeitete er als Medizinalassistent und absolvierte die Weiterbildung zum Arzt für Psychiatrie/Neurologie an der Psychiatrischen Universitätsklinik der FU Berlin. 1964 wurde er promoviert. Ebenfalls 1964 begann er eine psychoanalytische Weiterbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut.

Von 1967 bis 1969 arbeitete Radebold als Funktionsoberarzt auf der Abteilung Geriatrie des Städtischen Behring-Krankenhauses Berlin, wo er für Konzeptentwicklung, psychotherapeutisch-psychiatrische Behandlungen sowie den Konsiliardienst zuständig war. Von 1970 bis 1976 arbeitete er an der Abteilung Psychotherapie der Universität Ulm, unter anderem als Leiter der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz und ab 1973 als Leitender Oberarzt der Abteilung Psychotherapie und des Psychosozialen Zentrums der Universität Ulm. Gleichzeitig schloss er die psychoanalytische Weiterbildung ab.

Von 1976 bis 1997 war er C4-Professor für „Klinische Psychologie (unter besonderer Berücksichtigung des höheren und hohen Lebensalters)“ an der Universität Kassel. Dort gründete er auch die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe für angewandte Soziale Gerontologie (ASG), deren langjähriger Sprecher er war. Ab 1978 war Radebold Lehr- und Kontrollanalytiker am Alexander-Mitscherlich-Institut der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. Seit Mitte der 1980er Jahre galt sein besonderes Interesse den therapeutisch lange vernachlässigten Folgen einer Kindheit im Zweiten Weltkrieg. 1998 gründete er das Institut für Alternspsychotherapie und leitete es bis 2008.

Radebold lebt in Kassel, ist verheiratet mit der Bibliothekarin Hildegard Radebold (* 1941), mit der er zwei Kinder hat.

Auszeichnungen

  • 1974: Max-Bürger-Preis der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie
  • 1986: Max-Bürger-Preis der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie
  • 2006: Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung
  • 2009: Ehrenmitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft Gerontopsychiatrie und -psychotherapie
  • 2010: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Schriften (Auswahl)

Als Autor:

  • Untersuchung zur Ätiologie des Orthostatismus. Mit besonderer Berücksichtigung des Einflusses psychischer Faktoren. Berlin 1962 (Dissertation).
  • mit Hildegard Bechtler und Ingeburg Pina: Psychosoziale Arbeit mit älteren Menschen. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1973, ISBN 3-7841-0058-9.
  • mit Reinhard Schmitz-Scherzer und Hermann-Josef Fisseni: Projekt: Berliner Seniorenbriefe. In Ihrer Sache – Informationen für die 2. Lebenshälfte. Vincentz, Hannover 1983, ISBN 3-87870-213-2.
  • Psychodynamik und Psychotherapie Älterer. Psychodynamische Sicht und psychoanalytische Psychotherapie 50–75jähriger. Springer, Berlin 1992, ISBN 3-540-54770-3.
  • mit Ruth Schweizer: Der mühselige Aufbruch. Über Psychoanalyse im Alter. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1996; 2. Auflage: Reinhardt, München 2001, ISBN 3-497-01568-7.
  • unter Mitarbeit von Hildegard Radebold: Abwesende Väter. Folgen der Kriegskindheit in Psychoanalysen. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2000; völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage: Abwesende Väter und Kriegskindheit. alte Verletzungen bewältigen. 2010, ISBN 978-3-608-94633-8.
  • Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit. Ältere Menschen in Beratung, Psychotherapie, Seelsorge und Pflege. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-94162-2.
  • mit Hermann Schulz und Jürgen Reulecke: Söhne ohne Väter. Erfahrungen der Kriegsgeneration. Links, Berlin 2004; 2., erweiterte Auflage 2007, ISBN 978-3-86153-445-7.
  • mit Hildegard Radebold: Älterwerden will gelernt sein. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-94526-3.

Als Herausgeber:

  • mit anderen: Depressionen im Alter. Steinkopff, Darmstadt 1997, ISBN 3-7985-1089-X.
  • mit Gereon Heuft und Insa Fooken: Kindheiten im Zweiten Weltkrieg. Kriegserfahrungen und deren Folgen aus psychohistorischer Perspektive. Juventa, Weinheim 2006, ISBN 978-3-7799-1730-4.
  • mit Werner Bohleber und Jürgen Zinnecker: Transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten. Interdisziplinäre Studien zur Nachhaltigkeit historischer Erfahrungen über vier Generationen. Juventa, Weinheim 2008, ISBN 978-3-7799-1735-9.
  • (Mitherausgeber) Fachzeitschrift Psychotherapie im Alter.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 17 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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