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Hans Lerch
Deutscher Aufsichtsratsvorsitzender, Generalkonsul und Wirtschaftsführer

Hans Lerch

Hans Lerch
The basics

Quick Facts

Intro Deutscher Aufsichtsratsvorsitzender, Generalkonsul und Wirtschaftsführer
Was Industrialist
From Germany
Field Business
Gender male
Birth 19 February 1896, Mainz, Rhineland-Palatinate, Germany
Death 8 November 1958, Montreal, Urban agglomeration of Montreal, Montreal Region, Canada (aged 62 years)
Star sign Pisces
The details (from wikipedia)

Biography

Hans Lerch (* 19. Februar 1896 in Mainz als Johannes Hans Lerch; † 8. November 1958 in Montreal) war ein deutscher Industrieller und Königlich-Jugoslawischer Generalkonsul.

Leben

Nach dem Ersten Weltkrieg gründete Johannes Hans Lerch zur Zeit der Weimarer Republik im Jahr 1921 in Hannover die Großhandlung für technische Artikel J. H. Lerch & Co., die sich bald „[...] zu einem der größten Unternehmen dieser Art“ entwickelte.

1928 wurde Lerch zum Königlich-Jugoslawischen Generalkonsul ernannt.

Nachdem Lerch Anfang der 1930er Jahre bereits die Mehrheit der Aktien der Hanomag gehalten und das Unternehmen auch geführt hatte, ging 1935 die Aktienmehrheit der MIAG Mühlenbau und Industrie AG von der Dresdner Bank auf Lerch über.

Für die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges findet sich der Name Lerch mehrfach in Verbindung mit Zwangsarbeitern, teils in Verbindung mit dem Rüstungskommando Braunschweig.

Nach dem Krieg – in dessen Folge die Zweigstellen der Firma J. H. Lerch in Leipzig, Wien und Hamburg verloren gingen – baute Hans Lerch die MIAG Mühlenbau und Industrie GmbH mit Sitz in Braunschweig wieder auf und verschaffte ihr nicht zuletzt durch seine persönliche Initiative erneut Weltgeltung.

Am 16. März 1953 promovierte die Technische Hochschule Braunschweig „[…] in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Wirtschaft den Inhaber (alleinigen Gesellschafter) der MIAG Mühlenbau und Industrie GmbH., Hannover, Generalkonsul J. H. Lerch“ zum Dr.-Ing. E. h. sowie zum Ehrensenator.

In den 1950er Jahren wurde Johannes Hans Lerch zudem als Berater für Industrialisierungsfragen in Kanada tätig, „[...] wodurch der deutschen Wirtschaft auch namhafte Exporte ermöglicht wurden.“

Noch Mitte der 1950er Jahre fand sich die Hauptverwaltung der J. H. Lerch & Co. GmbH in dem firmeneigenen Gebäude Planckstraße 2 und 3 in Hannover, das später Sitz der Niedersächsischen Ministerpräsidenten in der Niedersächsischen Staatskanzlei wurde. Das Gebäude wurde während der Regierungszeit von Ministerpräsident Alfred Kubel angekauft, nachdem sich Pläne zum Bau einer Staatskanzlei am Waterlooplatz zerschlagen hatten.

Nach Lerchs Tod emigrierte seine Witwe in die USA und verkaufte die Aktienmehrheit der MIAG an den zuvor jahrzehntelang stärksten Konkurrenten, die Schweizer Gebr. Bühler.

Literatur (Auswahl)

  • Helmut Plath, Herbert Mundhenke, Ewald Brix: J. H. Lerch & Co., G.m.b.H., Hannover, in dies.: Heimatchronik der Hauptstadt Hannover Heimatchroniken der Städte und Kreise des Bundesgebietes, (Bd. 17), Köln: Archiv für Deutsche Heimatpflege, 1956, S. 443f.
  • Braunschweigisches Industrie- und Handelsblatt.
    • Jahrgang 1956, S. 97.
    • Jahrgang 1958, S. 528 f.

Archivalien

Archivalien finden sich unter anderem

  • im Universitätsarchiv der Technischen Universität Braunschweig unter der Register-Nummer B2 116.

Anmerkungen

  1. Davon abweichend nannte Vladimir Gutowski (s.d.) das Jahr 1934 als Jahr der Übertragung der Aktienmehrheit an der Hanomag.
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 15 Aug 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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