Quantcast
peoplepill id: gertrude-schneider
GS
1 views today
1 views this week
Gertrude Schneider

Gertrude Schneider �¶sterreichische Historikerin, Publizistin und Hochschullehrerin

�¶sterreichische Historikerin, Publizistin und Hochschullehrerin
Gertrude Schneider
The basics

Quick Facts

Intro �¶sterreichische Historikerin, Publizistin und Hochschullehrerin
Is Historian Journalist Opinion journalist
From Austria
Type Journalism Social science
Gender female
Birth 27 May 1928, Vienna, Austria
Age: 92 years
Star sign GeminiGemini
The details

Biography

Gertrude Schneider (geboren am 27. Mai 1928 in Wien als Gertrude Hirschhorn) ist eine österreichische Historikerin, Publizistin und emeritierte Hochschullehrerin des City College of New York. Sie überlebte den Holocaust in den KZ Kaiserwald und Stutthof sowie im Ghetto Riga.

Werdegang

Gertrude Schneider ist die Tochter von Pinkas Hirschhorn und Charlotte Hirschhorn, geborene Le Winter. Das von ihnen in der Wiener Felberstraße geführte Volkswarenhaus Hirschhorn wurde gleich nach dem Anschluss Österreichs an die Nazi-Diktatur demoliert. Schneider wurde der Schule verwiesen und konnte nur mehr die für jüdische Schüler zugelassenen Schulen besuchen. Zusammen mit ihren Eltern und ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester wurde sie im Februar 1942 als Dreizehnjährige aus Wien nach Riga deportiert. Anfang November 1943 wurde die Familie in das KZ Kaiserwald verbracht, im August 1944 schafften die Nationalsozialisten die Familie mit Schiffen über die Ostsee nach Danzig und von dort weiter in das KZ Stutthof; Schneiders Vater wurde in das KZ Buchenwald deportiert. Präzise dokumentierte Schneider in ihrem Tagebuch die grausamen Umstände des Lebens in Ghetto und KZ. Bei ihrer Rückkehr im Juni 1945 gemeinsam mit Schwester und Mutter nach Wien erfuhr Schneider von der Ermordung ihres Vaters am Tag vor der Befreiung im KZ Buchenwald. Der Tod des Vaters und die ablehnende Haltung vieler Österreicher gegenüber jüdischen Heimkehrern motivierten die Familie 1947 zur Emigration in die USA.

In New York lernte Schneider ihren Mann kennen und bekam mit ihm zusammen eine Tochter (1954) und zwei Söhne (1953 und 1960). Neben Familie und der Buchhaltung in der Firma ihres Mannes holte Schneider an Abendschulen ihren Schulabschluss nach. Am City College of New York schloss sie 1970 ein Mathematikstudium als B.S. mit magna cum laude sowie 1972 mit dem M.S. ab. Am CUNY Graduate Center inskribierte sie Moderne und mittelalterliche Geschichte und wurde 1973 mit ihrer Dissertation „The Riga Ghetto, 1941–1944“ promoviert.

1972 bis 1977 war Schneider Gastlektorin in der Erwachsenenbildung des New Yorker Theodor-Herzl-Institutes. In Vortragsreihen unter anderem für Lehrer behandelte sie die verschiedenen Aspekte des Holocaust. Zwischen 1970 und 1980 war Schneider am City College of New York zunächst Assistant, später Associate Professor und Supervisor of Student Teachers sowie Field Work Counselor. Sie betreute Diplomanden, beriet Studierende über mögliche akademische Programme und war Supervisorin von Lehramtsstudenten im öffentlichen Schulsystem. Ihre Vorlesungen erstreckten sich über Geschichte und Philosophie der Erziehung, die Schule in der amerikanischen Gesellschaft, Psychologie des Lernens und Statistik für Lehrer. Das National Science Foundation Projekt wurde von Schneider zur professionellen Vorbereitung von Mathematik- und Naturwissenschaftslehrern eingerichtet.

An der Fordham University lehrte Schneider von 1975 bis 1980 als Adjunct Assistant Professor am Excel Department Wissenschaftsgeschichte und Mathematik. Am CUNY Graduate Center war Schneider von 1980 bis 1982 Koordinatorin nichtakademischer Arbeit. Sie gründete und leitete das Graduate Center Business Seminar und hielt Computerseminare für Studenten und Absolventen.

Ab 1982 steuerte Schneider zunächst als Assistant Placement Director der CUNY, von 1985 bis 1995 als Associate Placement Director deren PR-Agenden sowie die Karriereberatung von Studenten und Absolventen. Von 1974 an gehörte Schneider dem Board of Directors der „Ph.D. Alumni Association of CUNY“ an, ab 1983 fungierte sie 26 Jahre lang als dessen Präsidentin.

Publizistisches Wirken

Neben ihrer Lehrtätigkeit in Wissenschaftsgeschichte befasste sich Schneider als Historikerin mit der Shoah; insbesondere den Themenkomplexen Überleben und Widerstand von Juden in Konzentrationslagern, dem Ghetto gesehen durch die Augen eines Kindes, dem Überleben von Frauen im Holocaust, dem Ghetto Riga und dem KZ Kaiserwald, dem Holocaust in Lettland, dem Schicksal der Juden in Deutschland unter Hitler, dem Schicksal der österreichischen Juden 1938–1945, der Heimkehr überlebender Juden 1945 sowie zur Frage, wie das Phänomen des Holocaust in High-Schools unterrichtet werden kann. 2013 schenkte sie der Wolfgang-Suwelack-Stiftung in Billerbeck ihre Bibliothek; die 848 Bücher sind seither in der Villa ten Hompel untergebracht.

Ab Oktober 1995 war Schneider ein Jahr lang Chefredakteurin der deutschsprachigen Exilzeitung Aufbau. Von 1984 bis 1998 war sie Herausgeberin des Jewish Latvian Kurier.

Schneider arbeitete auch für Filme und Fernsehsendungen. So sang sie 1986 in Claude Lanzmanns Film „Shoa“ ein jiddisches Ghettolied aus Riga. In dem Film „Riga. A tale of two ghettos“ für die United States Holocaust Commission trat sie sowohl als Überlebende als auch als Spezialistin für das Rigaer Ghetto auf. Weiters wirkte sie in den Fernsehsendungen „60 Minutes“, „Midday Life“, „News“, „Crime Watch“, „Jewish Spectrum“ sowie in „Eye on New York“ mit. 1997 berichtete sie am „History Channel“ über Leben und Taten Adolf Eichmanns und wies nach, dass Hitler und Eichmann denselben Geschichtslehrer hatten. Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im Mai 2017 im historischen Sitzungssaal des Wiener Parlamentgebäudes hielt Schneider vor Nationalrat und Bundesrat die Gedenkrede.

Bücher (Auswahl)

  • Reise in den Tod: deutsche Juden in Riga 1941–1944. 2. Auflage Laumann Dülmen 2008 ISBN 978-3-89960-305-7.
  • Mordechai Gebirtig: His Poetic and Musical Legacy. Greenwood Publishing Group, 2000 ISBN 9780275966577, eingeschränkte Vorschau.
  • The unfinished road: Jewish survivors of Latvia look back. Praeger Westport, Connecticut 1999 ISBN 978-3-89649-431-3, eingeschränkte Vorschau.
  • Exile and destruction: the fate of Austrian Jews, 1938–1945. Praeger Westport, Connecticut 1995 ISBN 0-275-95139-1, eingeschränkte Vorschau.
  • Muted voices: Jewish survivors of Latvia remember. New York 1987 ISBN 9780802225368.
  • Journey into terror: story of the Riga ghetto. Ark House, New York 1979, ISBN 9780935764000, eingeschränkte Vorschau.

Auszeichnungen

  • 2006: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 17 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
comments so far.
Comments
Reference sources
References
https://www.derstandard.at/story/2000057130309/shoah-ueberlebende-der-poebel-ist-leicht-aufzureizen
https://books.google.de/books?id=SqA9KYK7keYC&pg=PA662
https://www.parlament.gv.at/ZUSD/PDF/Programmheft_Gedenktag_2017.pdf
https://www.laumann-verlag.de/product_info.php/info/p592_Reise-in-den-Tod.html
https://www.wn.de/Muenster/2013/02/Holocaust-Ueberlebende-Gertrude-Schneider-verschenkt-ihre-Bibliothek-Ihre-Buecher-sprechen
https://web.archive.org/web/20071121130501/http://www.gc.cuny.edu/alumni/alumni_index.htm#Summer06
https://www.doew.at/cms/download/anatd/180.pdf
https://books.google.de/books?id=Q1xAhrUOMf4C&pg=PP1
https://books.google.de/books?id=XKxZM-FcO1sC&pg=PP1
arrow-left arrow-right arrow-up arrow-down instagram whatsapp myspace quora soundcloud spotify tumblr vk website youtube stumbleupon comments comments pandora gplay iheart tunein pandora gplay iheart tunein itunes