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Ferdinand Schleicher

Ferdinand Schleicher German university teacher and writer (1900-1957)

German university teacher and writer (1900-1957)
The basics
Quick Facts
Intro German university teacher and writer (1900-1957)
Was Professor Educator Writer
From Germany
Type Academia Literature
Gender male
Birth 21 July 1900, Luby, Czech Republic
Death 8 June 1957, Dortmund, Germany (aged 56 years)
Star sign CancerCancer
The details
Biography

Ferdinand Alois Schleicher (* 21. Juli 1900 in Schönbach, Egerland; † 8. Juni 1957 in Dortmund) war ein deutscher Bauingenieur, Hochschullehrer und Fachautor.

Leben

Schleicher wurde 1923 an der Technischen Hochschule Karlsruhe zum Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.) promoviert. Seine Dissertation trug den Titel „Ermittlung der elastischen Verschiebungen einfach und doppelt gekrümmter Stäbe als Drehungen bezw. Schraubungen um Zentralachsen von Momentenflächen“ (Karlsruhe 1924).

1925 wurde er Privatdozent für Statik und Elastizitätslehre an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Von 1927 bis 1933 war er Ingenieur beim MAN-Werk in Gustavsburg und wechselte 1933 als Prokurist zur „Eisenbau Wyhlen AG“ (Landkreis Lörrach).

Im Jahr 1934 wurde Schleicher als ordentlicher Professor für Statik und Stahlbau an die Technische Hochschule Hannover berufen. Dies war der Lehrstuhl, für den ursprünglich der Honorarprofessor Hugo Kulka vorgesehen war, der jedoch Anfang 1933 aus rassistischen Gründen von der Hochschule vertrieben worden war. Schleicher war bereits von 1927 bis 1933 Mitglied der NSBO-Betriebsleitung bei MAN und trat 1933 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 2020255). Unter anderem als Dekan der Fakultät für Bauwesen war er an der weiteren Nazifizierung der Hochschule führend beteiligt. Er wechselte dann von 1937 bis 1945 an die Technische Hochschule Berlin.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Schleicher seit 1946 als Zivilingenieur in Berlin und Düsseldorf und betätigte sich auch als Autor. Im Jahr 1949 wurde er Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Aachen. Schließlich wurde Schleicher seit 1950 Vorstandsmitglied der Dortmunder Union Brückenbau AG.

Neben seiner Tätigkeit als Autor war Schleicher auch Herausgeber des Fachorgans „Der Bauingenieur. Zeitschrift für das gesamte Bauwesen“ sowie anderer Publikationen.

Literatur

  • Willibald Reichertz: Ostdeutsche als Dozenten an der Technischen Hochschule Hannover (1831–1956). In: Ostdeutsche Familienkunde 55 (2007), S. 109–120.
  • Klaus Stiglat: Bauingenieure und ihr Werk. Verlag Ernst & Sohn, Berlin 2004, ISBN 3-433-01665-8.
  • Michael Jung: Voll Begeisterung schlagen unsere Herzen zum Führer. Die Technische Hochschule Hannover und ihre Professoren im Nationalsozialismus. BOD, Norderstedt 2013, ISBN 978-3-8482-6451-3.
  • Karl-Eugen Kurrer: The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium, Berlin: Ernst und Sohn 2018, S. 349 und S. 534f., ISBN 978-3-433-03229-9.
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https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=1064905323
http://stabikat.de/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1004&TRM=Schleicher,Ferdinand
https://d-nb.info/gnd/1064905323
http://swb.bsz-bw.de/DB=2.104/SET=1/TTL=1/CMD?retrace=0&trm_old=&ACT=SRCHA&IKT=2999&SRT=RLV&TRM=1064905323
https://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1064905323
https://lccn.loc.gov/no93009361
https://viaf.org/viaf/103105107/
https://tools.wmflabs.org/persondata/p/Ferdinand_Schleicher
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