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Ernst Streckeisen

Ernst Streckeisen

The basics
Quick Facts
Gender male
Birth 19 October 1905 (St. Gallen, Canton of St. Gallen, Switzerland)
Death 8 November 1978 (Cape Town, City of Cape Town, Western Cape, South Africa)
The details
Biography

Ernst Streckeisen (* 19. Oktober 1905 in St. Gallen, Schweiz; † 8. November 1978 in Kapstadt, Südafrika) war vom 15. Februar 1975 bis zu seinem Tod Stammapostel und damit Hauptleiter der Neuapostolischen Kirche.

Wirken als Stammapostel

Nachdem sein Vorgänger, Stammapostel Walter Schmidt, altershalber in den Ruhestand getreten war, bestimmte er den damaligen Bezirksapostel (Kirchenpräsident) der Schweiz zu seinem Nachfolger. In einer Apostelversammlung, an der fast alle der damals amtierenden neuapostolischen Apostel teilnahmen, wurde dieser Beschluss einstimmig angenommen. Die internationale Kirchenleitung der Neuapostolischen Kirche befindet sich seit seiner Amtszeit in Zürich, Schweiz. Ernst Streckeisen war es als erstem Stammapostel nach dem Zweiten Weltkrieg möglich, in der damaligen DDR Gottesdienste zu halten. In seiner relativ kurzen Amtszeit besuchte er seine Glaubensgeschwister in aller Welt und verstarb während einer Dienstreise in Südafrika an den Folgen eines Schlaganfalles.

Leben

Ernst Streckeisen wurde in einfache Verhältnisse hineingeboren. Nach dem frühen Tod des Vaters kam seine Mutter mit der Neuapostolischen Kirche in Berührung und empfing zusammen mit ihren beiden Söhnen 1910 die Versiegelung, die die Mitgliedschaft in der Neuapostolischen Kirche begründet. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums, das Ernst Streckeisen mit dem Abitur abschloss, absolvierte er eine kaufmännische Lehre und arbeitete in verschiedenen St. Gallener Betrieben. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise musste er Arbeitslosigkeit und Armut kennenlernen. Schon als junger Mann brachte sich Ernst Streckeisen in die neuapostolische Gemeindearbeit ein. Vom 21. Oktober 1935 bis zu deren Tod am 28. September 1969 war Ernst Streckeisen mit seiner Frau Elsa, geb. Bruderer, verheiratet. Mit ihr hatte er eine gemeinsame Tochter.

Amtslauf in der NAK

  • 11. Dezember 1927 Unterdiakon
  • 27. Juli 1930 Diakon
  • 19. Oktober 1930 Priester
  • 1933 Bezirksevangelist
  • 28. Februar 1937 Bezirksältester
  • 5. August 1951 Bischof
  • 8. Juni 1952 Apostel
  • 19. April 1953 Bezirksapostel

Zur Gebietskirche Schweiz gehörten auch Österreich, Ungarn, die CSSR, Polen, Italien, Jugoslawien und Spanien.

Am 18. August 1965 wurde er von Stammapostel Walter Schmidt zusätzlich mit der Betreuung der Gebietskirche Württemberg (Süddeutschland) beauftragt.

Nachdem er das Stammapostelamt übernommen hatte ordinierte er am 4. Mai 1975 Apostel Karl Kühnle zum Bezirksapostel für Württemberg und am 1. Januar 1976 Bischof Hans Urwyler zum Bezirksapostel für die Schweiz. Letzterer folgte ihm nach seinem Tod auch im Amt des Stammapostels.

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