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Germany
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Ernst Marow

Ernst Marow

German painter
The basics
Quick Facts
Intro German painter
Countries Germany
Occupations Painter
Gender male
Birth 7 April 1934 (Chojna, Gmina Chojna, Gryfino County, West Pomeranian Voivodeship)
Ernst Marow
The details
Biography

Ernst Marow (* 7. April 1934 in Königsberg, Neumark) ist ein deutscher Maler und Graphiker.

Leben

Ein Jahr nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde Ernst Marow in Königsberg, Neumark als erstes von fünf Kindern eines Ofensetzermeisters und seiner Frau geboren. Am 1. Februar 1945 verließ die Familie ihre Heimatstadt, die vier Tage später nahezu völlig zerstört wurde. Nach dem traumatisierenden Erlebnis der Flucht in ständiger Todesgefahr gelangte die Familie schließlich nach Ölsburg bei Peine.

Im Jahr 1954 legte Ernst Marow dort das Abitur ab, um im nachfolgenden Jahr zunächst an der Werkkunstschule Hannover und von 1956 bis 1959 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Heinrich Graf Luckner, Ludwig Gabriel Schrieber und Gerhard Fietz zu studieren. Zu den Kommilitonen Ernst Marows an der Hochschule für Bildende Künste Berlin gehörte u.a. Ingo Insterburg.

Werk

Malerei

Obwohl sich der Kunstbetrieb inzwischen vollständig von den figurativ Arbeitenden und von den Realisten abgewandt hatte, vollzog Ernst Marow Mitte der 1960er Jahre den endgültigen Bruch mit seiner akademischen Ausbildung und mit den Erwartungen der Szene. Nachdem er bis 1969 abstrakt gemalt hatte, verwarf er seine frühen Werke, zerstörte in einem Akt der Befreiung sämtliche bis dahin entstandenen Zeichnungen und Bilder und wandte sich einer realistischen Malweise zu.

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Aus den verschiedenen Komponenten – primär aus der Natur wie zum Beispiel den Bäumen oder den Steinen, aber auch im Portrait – stellte der Künstler eine „neue Wirklichkeit“ her. Dabei geht es ihm in seinen Arbeiten nicht um die detailgetreue Wiedergabe des Realen, vielmehr ruft er durch die Komposition unterschiedlicher Elemente einen Kontext aus Sichtbarem und Denkbarem ins Leben, der bis an die Grenzen des Traumes reicht, ohne diese wie die Surrealisten zu überschreiten. Dort wo Ernst Marow Gräser, Erdklumpen oder Zeugnisse menschlicher Anwesenheit ausschnitthaft vergrößert und in den Vordergrund holt, verschieben sich Blickwinkel und Proportion. So verwandelt sich das Kleine in das Monumentale, das scheinbar Bedeutungslose in das Wesentliche. Es ist das Bemühen Ernst Marows, die Realität zu bestimmen, um über sie hinaus eine „andere Ebene der Realität“ sichtbar zu machen in der Wirklichkeit des „Imago“, des Bildes.

Graphik

Schwerpunkt seines Schaffens ist neben der Malerei die Graphik. In den Jahren 2000–2014 entstand Marows graphisches Hauptwerk Für Odysseus, 107 Radierungen zur Odyssee, welches 2014 von der Albertina (Wien) in die graphische Sammlung aufgenommen wurde. In der Sprache des Bildes erzählt Ernst Marow seine Version der berühmten Vorlage, in der er Menschen aus seiner Umgebung als auch sich selbst Rollen zuweist.

Preise und Auszeichnungen

  • 1980: Niedersächsisches Künstlerstipendium
  • 1981: Bernhard Sprengel-Preis für das zeichnerische Werk

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1972: Realismus aus dem Küchengarten, Galerie Brusberg, Hannover, mit den spanischen Realisten Francisco López Hernández, Isabel Quintanilla und Antonio López García
  • 1972: Natur in Abbild und Vorstellung, Hannover
  • 1973: Villa Hammerschmidt, Bonn
Hilda Heinemann und Ernst Marow im Gespräch anläßlich der 17. Ausstellung zeitgenössischer Kunst in der Villa Hammerschmidt Bonn. Bundesarchiv B 145 Bild-F040859-0030, Bundespräsidialamt Bonn, Kunstausstellung
Klaus von Dohnanyi und Gattin mit Ernst Marow vor dessen Bild Am Rande des Sommers im Rahmen der 17. Ausstellung zeitgenössischer Kunst in der Villa Hammerschmidt, Bonn 1973
  • 1974: Kölner Kunstmarkt, Galerie Brusberg
  • 1976: Aspects of Realism – Internationale Wanderausstellung (mit Peter Sorge, Wolfgang Petrick und Fritz Köthe)
  • 1976: Retrospektive im Mannheimer Kunstverein (mit Volkmar Oellermann)
  • 1977: Regenbögen für eine bessere Welt, Württembergischen Kunstverein, Stuttgart
  • 1978: Neue Bilder aus Niedersachsen, Galerie Brusberg, Hannover
  • 1979: Acht Maler aus Hannover, Villa Dahm, Deutsche Parlamentarische Gesellschaft Bonn
  • 1981: „Forum Kunst“, Rottweil
  • 1981: Sprengel-Museum, Hannover
  • 1982: Landschaften und Stilleben, Galerie Brusberg, Berlin
  • 1986: Neue Bilder, Kunstkreis Hameln
  • 1990: Doppel-Ausstellung mit Max Uhlig in der Galerie Brusberg, Berlin
  • 1993: Realismus Triennale im Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • 1996: Die Kraft der Bilder – Europäischer Realismus
  • 1999: Landschaften, Städtische Galerie KUBUS, Hannover
  • 2004: Bilder und Radierungen zur Odyssee, Doppelausstellung im 'Kunstkreis Norden'
Galerist Dieter Brusberg mit Ernst Marow in seiner Ausstellung Für Odysseus – Radierungen zur Odyssee, Berlin 2007
  • 2007: „Für Odysseus“ – Radierungen zur Odyssee, Galerie Brusberg, Berlin
  • 2013: ART.FAIR Köln – internationale Kunstmesse, Staatenhaus am Rheinpark, Köln
  • 2014: Mostra personale in der Galleria360 Firenze - Dubai - Abu Dhabi, Florenz
  • 2014: Grafik im Dialog mit Literatur – Auswahl aus der Radier-Suite Für Odysseus – 107 Radierungen zur Odyssee, im Rahmen der 33. Leipziger Grafikbörse im Museum für Druckkunst, Leipzig.
  • 2014: Christmas Expo, Galleria360 Firenze – Dubai – Abu Dhabi, Florenz
  • 2015: Exposición Colectiva, Art Nou Mil.lenni Centre difusó d’art Kunstgalerie. Barcelona, Spanien
  • 2015: ART BAHO – internationale Messe für zeitgenössische Kunst im Espacio120, Barcelona, Spanien
  • 2015: Ernst Marow – Magie der Wirklichkeit – Retrospektive auf Schloss Cappenberg, Selm.
  • 2016: ART BEIJING - internationale Kunstmesse, Peking/China
Bernd Goetzke und Ernst Marow trafen sich während eines Konzerts in Stade im Rahmen der Klaviertage Unterelbe 2016

Sammlungen in Museen und im öffentlichen Besitz

Umfangreiche Werkgruppen von Marow sind vertreten in:

  • Albertina (Wien)
  • Sprengel Museum Hannover
  • Neues Rathaus (Hannover)
  • Kunstsammlung des Landes Niedersachsen
  • Kunstsammlung des NDR Hamburg
  • Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
  • Niedersächsische Sparkassenstiftung
  • Niedersächsischer Sparkassen- und Giroverband
  • Vereins- und Westbank AG Hannover
  • Allianz AG Stuttgart

Literatur

  • Peter Sager: Neue Formen des Realismus – Kunst zwischen Illusion und Wirklichkeit. Köln 1973, ISBN 3-7701-0656-3.
  • Ludwig Schreiner: Künstler sehen Niedersachsen. 80 zeitgenössische Künstler. Weidlich, Frankfurt 1978, ISBN 3-8035-8358-6.
  • Bernd Rau: Gemälde, Skulpturen, Aquarelle und Zeichnungen des 20. Jahrhunderts: Die Sammlung Sprengel, Werke aus den Sammlungen der Landeshauptstadt Hannover und des Landes Niedersachsen – Band 1, Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel, 1979
  • Heimar Fischer-Gaaden: Profile, Impulse. Niedersächsische Künstlerstipendiaten. Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Hannover 1981.
  • Heimar Fischer-Gaaden, Stefan Kleimann: 15 artystów z Hanoweru/15 Künstler aus Hannover: 2.–21. czerwca 1981, Biuro Wystaw Artystycznych (BWA), Poznan – Organizator Urz d kultury miasta sto ecznego Hanower/2.–21. Juni 1981 Biuro Wystaw Artystycznych (BWA). Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover, Hannover 1981.
  • Peter Hahlbrock: Ernst Marow. Braunschweig 1983, ISBN 3-14-509018-6. (Niedersächsische Künstler der Gegenwart. 19.)
  • Heimar Fischer-Gaaden, Th. Schäfer: Künstler in Niedersachsen. Ankäufe des Landes seit 1976. Bund Bildender Künstler, Hannover 1983.
  • Wulf Herzogenrath, Andreas Vowinckel, Thomas Deecke: Kunstlandschaft Bundesrepublik: Geschichte, Regionen, Materialien. Klett-Cotta, 1984, ISBN 3-608-76203-5.
  • Gerhard Leistner, Kunstforum Museum Ostdeutsche Galerie Regensburg: Katalog der Schausammlung. Gemälde, Skulpturen, Plastiken und Objekte. Regensburg 1997, ISBN 3-89188-082-0.
  • Kunstkalender. In: Die Zeit, Nr. 11/1972. (Bericht über Marows erste Einzel-Ausstellung Realismus aus dem Küchengarten in der Galerie Brusberg Hannover)
  • Thomas Hengstenberg et al.: Ernst Marow – Magie der Wirklichkeit. Künstlerbiographie. Kettler Verlag, Dortmund, 2015. ISBN 978-3-86206-477-9.
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