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Germany
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Erich Mäder

Erich Mäder

German politician
The basics
Quick Facts
Intro German politician
Countries Germany
Occupations Politician
Gender male
Birth 5 March 1897 (Chemnitz, Kreishauptmannschaft Chemnitz, Kingdom of Saxony, German Empire)
Death 16 January 1934 (Altenburg, Altenburger Land, Thuringia, Germany)
Politics Social Democratic Party of Germany
The details
Biography

Erich Mäder (* 5. März 1897 in Chemnitz; † 16. Januar 1934 in Altenburg ) war ein deutscher Politiker (SPD).

Leben und Beruf

Erich Mäders Vater und Mutter starben schon sehr früh. 1917 wurde er Hilfslehrer in Thonhausen und legte 1919 die Lehrerprüfung ab. Im Jahr 1926 erschien sein Reisebericht „Zwischen Leningrad und Baku“, durch den er in der Öffentlichkeit bekannt wurde.

Am 2. Mai 1933 wurde er bei einem Pogrom der Nationalsozialisten gegen Gewerkschafter und Abgeordnete der Arbeiterparteien verhaftet und so schwer misshandelt, dass er im Januar 1934 an den Folgen starb. Die Schwere der Tat wird als Rache der Nationalsozialisten angesehen, weil Erich Mäder Adolf Hitler im Landtag peinlich verhört hatte.

Eine in der DDR benannte Erich-Mäder-Schule in Altenburg erhielt 1997 ihren Namen wieder, der ihr nach der Wende aberkannt worden war. In Altenburg und Windischleuba wurden Straßen nach ihm benannt.

Titelseite des Flugblattes "Letzter Appell"
Wahlplakat der SPD, Wilhelm Bock, Kurt Rosenfeld, August Frölich, Mathilde Wurm, Georg Dietrich, Karl Hermann, August Siemsen, Elsa Niviera, Erich Mäder

Politik

1929 wurde er Abgeordneter des Thüringer Landtages.

Gemeinsam mit dem Freiwirt Hans Schumann hat Erich Mäder innerhalb der SPD Anfang der dreißiger Jahre um eine Diskussion der Währungspolitik und eine Neuorientierung der Partei zur Frage der Golddeckung gerungen. Auf dem SPD-Parteitag 1931 in Leipzig brachte er einen Antrag zur Währungspolitik ein. Dieser Antrag Nr. 10 kam laut Protokoll nicht zur Abstimmung. Angeblich wurde Mäder in der anschließenden Diskussion das Mikrofon abgestellt. Fritz Tarnow ging erst in seinem Schlusswort darauf ein, warum über den Antrag nicht abgestimmt werden könne (Zitat siehe Diskussion). Mitte 1932 gab er das Flugblatt Letzter Appell an die Parteiinstanzen der SPD heraus, in dem er und Schumann erneut eine Auseinandersetzung mit den geldpolitischen Ursachen der Wirtschaftskrise forderten.

In der historischen Bewertung sind sich Wirtschaftshistoriker einig, dass der Goldstandard ein Transmissionsmechanismus zur Verbreitung der Weltwirtschaftskrise war und zu Entstehung und Länge der Großen Depression maßgeblich beitrug. Mit der Zeit wurde der Fehler der Geldpolitik offenbar. Nach und nach suspendierten alle Staaten den Goldstandard und gingen zu einer Reflationspolitik über. Nach fast einhelliger Ansicht besteht ein klarer zeitlicher und inhaltlicher Zusammenhang zwischen der weltweiten Abkehr vom Goldstandard und dem Beginn der wirtschaftlichen Erholung.

Veröffentlichungen

  • Erich Mäder: Theorie und Praxis der Nazis und die Aufgaben der Eisernen Front, Altenburg/Thür: Verlag von Stritzke, o.J.
  • Erich Mäder und Hans Schumann: Krieg der Krise!: Vorschläge zur Arbeitsbeschaffung, Altenburg/Thür.: Verlag Stritzke & Co., o.J. vermutlich 1932
  • Erich Mäder: Zwischen Leningrad und Baku: Was sah ein proletarischer Freidenker in Sowjetrußland?, 3. Auflage 11.-15. Tausend.- Windischleuba: Verlag Hans Schumann, 1927, 63 S.
  • Erich Mäder und Hans Schumann (Hrsg): Arbeit und Geldpolitik. Schriftenreihe Nr. 6, 7. und 8. Tausend, Verlag von Stritzke &Co., Altenburg Thüringen o.J., vermutlich 1932
  • Erich Mäder und Hans Schumann: Arbeiterklasse und Geldpolitik. Schriftenreihe Nr. 1, Verlag von Stritzke & Co., Altenburg/Thüringen, o.J., vermutlich 1931
  • Erich Mäder und Hans Schumann: Letzter Appell, Altenburg/Thür.: Verlag von Stritzke & Co., 1932, (Arbeit und Geldpolitik Nr. 6)

Literatur

  • Mario Hesselbarth, Eberhart Schulz, Manfred Weißbecker (Hg.): Gelebte Ideen. Sozialisten in Thüringen. Biografische Skizzen, Jena 2006.
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