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Erich Frank

Erich Frank German physician and internist

German physician and internist
Erich Frank
The basics

Quick Facts

Intro German physician and internist
Was Physician Internist Professor Educator
From Germany
Type Academia Healthcare
Gender male
Birth 28 June 1884, Berlin, Margraviate of Brandenburg
Death 13 February 1957, Istanbul, Turkey (aged 72 years)
Star sign CancerCancer
Awards
Commander's Cross of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany  
The details

Biography

Erich Frank (geboren am 28. Juni 1884 in Berlin; gestorben am 13. Februar 1957 in Istanbul) war ein deutscher Arzt und Internist. Er war Chefarzt in Breslau sowie Hochschullehrer in Breslau und Istanbul.

Leben und Wirken

In Deutschland

Seine Schulzeit verbrachte er in Breslau, wo er 1902 die Medizinische Akademie der Universität besuchte. Nach seinem Studium der Medizin und dem dort absolvierten Staatsexamen ging er 1907 an die Kaiser-Wilhelm-Universität zu Straßburg, wo er 1908 promoviert wurde. Von 1908 bis 1911 arbeitete er am Städtischen Krankenhaus in Wiesbaden und spielte eine wichtige Rolle bei der klinischen Erprobung von Salvarsan. 1911 bis 1918 war er, zunächst als Assistent an der Klinik für Innere Krankheiten der Medizinischen Fakultät, erneut an der Universität Breslau, wo er sich in der Abteilung für Innere Medizin 1913 mit der Schrift Orthostatistik der Albuminurie habilitierte und 1919 außerplanmäßiger Professor wurde. Bis 1925 war dann als Oberarzt an der Breslauer Universitätsklinik. Einen Meilenstein in der Erforschung des Diabetes mellitus setzte Frank 1926 mit Synthalin, dem ersten oralen Antidiabetikum. Von 1928 bis 1933 war er neben einer Tätigkeit als ordentlicher Professor Chefarzt des städtischen Wenzel-Hancke-Krankenhauses in Breslau. Während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund seiner mütterlicherseits jüdischen Abstammung verfolgt, nahm er „haymatloz“ 1934 einen Ruf an die Universität Istanbul an.

In der Türkei

Vom 1. September 1934 bis zum 13. Februar 1957 war er Direktor des zweiten Lehrstuhls der Internen Abteilung der Medizinischen Fakultät im Istanbuler Gureba-Krankenhaus. Zu seinen Arbeitsgebieten gehörten – neben den Untersuchungen zum Stoffwechsel – die innere Sekretion, das vegetative Nervensystem und hämatologische Themen. Nach einem Vierteljahrhundert intensiven Schaffens hat er der Türkei eine Vielzahl von Schülern hinterlassen. Als Konsiliarius wurde er bei der letzten Erkrankung Atatürks hinzugezogen. Als Direktor der Klinik für Innere Medizin der Istanbuler Universität blieb er seiner Wahlheimat bis zu seinem infolge einer Lebererkrankung an seinem Schreibtisch im Arbeitszimmer seiner Klinik eingetretenen Tod im Leberkoma am Morgen des 13. Februar 1957 treu. Mehrere Angebote und Rufe aus den USA lehnte er ab. Die Republik Türkei ehrte ihn mit einem Staatsbegräbnis, an dem über eine Million Menschen teilgenommen haben sollen. Seinem testamentarisch festgelegten Wunsch entsprechend wurde Frank in Istanbul auf dem mohammedanischen Friedhof Aşiyan Asri Mezarlığı bei der Festung Rumeli Hisarı beigesetzt.

Zitat

  • In den Tagen, da ich schmerzlich überrascht zur Kenntnis nehmen musste, aus meiner Heimat vertrieben zu werden, nahm allein die Türkei mich mit offenen Armen auf. Hier ist meine Heimat. Ich kann hier nicht fortgehen und mich so all der hiesigen Gunst undankbar erweisen!“ (Erich Frank als er es ablehnte, die Türkei nach 1945 wieder zu verlassen)

Veröffentlichungen in der Türkei (Auswahl)

  • Asabî Tenbihin Kimyevî İntikali. Üniversite Konferansları, Istanbul 1935/1936.
  • Erythroblastosis. In: Tıp Fak. Mec. Band 4, 1941.
  • Türkiye’de Pernisiyöz Anemi. In: Tıp Fak. Mec. Sayı. Band 6, 1944.
  • Alloxan Diyabeti. In: Türk Tıp Cem. Mec. Sayı. Band 12, 1946.
  • Karbonhidrat Metabolizması Patolojisi. Istanbul 1949.
  • İç Hastalıkları Klinik Dersleri. 1951 (Teil 1–2) und 1956 (Teil 3).

Literatur

  • Gerhard Gaedicke: Ein jüdischer Arzt aus Deutschland als Modernisierer der akademischen Medizin in der Türkei. Erich Franks Wirken an der Universität Istanbul, in Caris-Petra Heidel Hg.: Jüdische Medizin – Jüdisches in der Medizin – Medizin der Juden? Reihe: Medizin und Judentum, 10. Mabuse, Frankfurt 2010, ISBN 3940529850, S. 255–264 (einsehbar im online-Buchhandel)
  • Ali Vicdani Doyum: Alfred Kantorowicz unter besonderer Berücksichtigung seines Wirkens in İstanbul (Ein Beitrag zur Geschichte der modernen Zahnheilkunde). Medizinische Dissertation, Würzburg 1985, S. 58–60
The contents of this page are sourced from Wikipedia article on 14 Apr 2020. The contents are available under the CC BY-SA 4.0 license.
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References
https://www.ajkd.org/article/S0272-6386(11)01070-5/pdf
https://web.archive.org/web/20070528022719/http://www.diabetesgeschichte.de/In_der_Welt.466/.
https://tools.wmflabs.org/giftbot/deref.fcgi?url=http://www.diabetesgeschichte.de/In_der_Welt.466/.
http://IABotmemento.invalid/http://www.diabetesgeschichte.de/In_der_Welt.466/.
http://www.diabetesgeschichte.de/In_der_Welt.466/.
http://tipetigi.turkiyeklinikleri.com/abstract_45743.html
http://www.efg.med.uni-muenchen.de/index.html
https://d-nb.info/gnd/13849617X
http://swb.bsz-bw.de/DB=2.104/SET=1/TTL=1/CMD?retrace=0&trm_old=&ACT=SRCHA&IKT=2999&SRT=RLV&TRM=13849617X
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