Wolfgang Dippel
Quick Facts
Biography
Wolfgang Dippel (* 5. November 1954 in Warburg) ist ein deutscher Politiker (CDU).
Leben
Dippel studierte nach einer Ausbildung zum Kaufmann von 1982 bis 1983 an der Fachhochschule Wirtschaft/Verwaltung und von 1983 bis 1989 an der Gesamthochschule Kassel Sozialwesen, politische Wissenschaften und Erziehungswissenschaften. 1989 graduierte er als Diplom-Sozialarbeiter und mit einem Magister Artium. 1994 wurde er an der Gesamthochschule Universität Kassel zum Thema Kommunalpolitik in einer Gemeinde: eine Untersuchung am Beispiel von Breuna promoviert.
Dippel war Leiter des Leistungsbereichs beim Landeswohlfahrtsverband Hessen in Kassel. Von 2004 bis 2014 war er Bürgermeister in Fulda, anschließend von 2014 bis 2019 Staatssekretär in Hessen.
Seit 2019 ist er als Unternehmensberater tätig. Dippel hat einen Lehrauftrag im Fachbereich Sozialwesen an der Hochschule Fulda. Er ist Beiratsmitglied der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.
Dippel ist seit 1988 verheiratet und hat drei Kinder.
Politik
Dippel ist seit 1984 Mitglied der CDU.
Dippel wurde mit Amtsantritt zum 1. Juni 2004 hauptamtlicher Bürgermeister sowie Schul-, Sport- und Sozialdezernent der Stadt Fulda und 2010 wiedergewählt. Amtsbedingt war er Aufsichtsrat der städtischen Beschäftigungsgesellschaft ProCommunitas GmbH, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und zeitweise Aufsichtsratsmitglied der privaten Dalberg-Klinik AG. Er war zudem Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes von 2010 bis 2014.
Am 18. Januar 2014 wurde Dippel zum Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration ernannt und zum 18. Januar 2019 in den Ruhestand versetzt.
Promotionsarbeit
1994 wurde er an der Gesamthochschule/Universität Kassel zum Thema Kommunalpolitik in einer Gemeinde: eine Untersuchung am Beispiel von Breuna promoviert. 2014 wurde ein Plagiatsverdacht bekannt. 2015 beschloss der Promotionsausschuss des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel nach entsprechender Prüfung unter Hinzuziehung externer Sachverständiger, Dippel die Promotion abzuerkennen, weil der Vorwurf des Plagiats gerechtfertigt sei. „Ich werde den Bescheid und die Begründung abwarten und – Stand heute – Einspruch einlegen“, erklärte Dippel daraufhin. Anfang 2016 bekräftige er, dass das Verfahren aufgrund seines Widerspruchs noch nicht abgeschlossen sei. Die Universität Kassel teilte mit, dass es „keine weitere Entwicklung in dem Fall“ gebe.
Das Verwaltungsgericht Kassel, vor dem Dippel geklagt hatte, urteilte im Mai 2018, dass man Dippel keine Täuschung vorwerfen könne und das falsche Gremium über den Entzug entschieden habe. Der akademische Grad sei Dippel zu Unrecht entzogen worden. Dippel hatte sich im Verfahren darauf berufen, dass „die Kritikpunkte an seiner wissenschaftlichen Arbeit dem Prüfungsgremium schon vor der Vergabe des Doktortitels bekannt gewesen seien“.