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Wladimir Chromtschenko

Wladimir Chromtschenko

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Biography

Wladimir Anatoljewitsch Chromtschenko (russisch Владимир Анатольевич Хромченко, ukrainisch Володимир Анатолійович Хромченко Wolodymyr Anatolijowytsch Chromtschenko, englische Transliteration Vladimir Anatolyievich Khromchenko; * 16. September 1949 in Simferopol, Krim) ist ein Organist und Orgelbauer in Jalta auf der Halbinsel Krim.

Leben

Wladimir Chromtschenko studierte zunächst an der Musikhochschule (училище) in Simferopol und dann am Staatlichen Konservatorium in Tallinn Orgel, wo sein Lehrer Hugo Lepnurm war. Danach war er Musiklehrer an der Musikschule „A. Spendiarow“ in Jalta. 1981 baute Chromtschenko für diese eine Orgel mit drei Manualen und 27 Registern als erste eines sowjetischen Orgelbauers überhaupt. Das Wissen dazu hatte er sich angelesen.

In den 1990er Jahren gründete Chromtschenko mit anderen das Orgelzentrum „Livadia“ im heruntergekommenen Gebäude des ehemaligen Elektrizitätswerks des nahegelegenen Zarenpalastes. Dort entstanden eine Orgelbauwerkstatt sowie Konzert- und Veranstaltungsräume. Chromtschenko baute zwei kleine Orgeln für Moskau und Jalta und vollendete 1998 eine für das Orgelzentrum. Diese war mit 64 klingenden Stimmen und vier Manualen die größte in der Ukraine und eine der größten in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Wladimir Chromtschenko gab viele Orgelkonzerte im Livadia und organisierte von 2004 bis 2009 das „Fest Livadia“ als großes Orgelfestival mit Konzerten und Meisterklassen.

Nach ihm wurde der Asteroid (5955) Khromchenko benannt. 1999 erhielt er den Staatspreis (госпремія) der Autonomen Republik Krim. Seine Tochter Julia Chromtschenko ist Pianistin und Sängerin und begleitete ihn häufig bei Konzerten im Livadia.

Werkliste

Es sind alle Orgelneubauten bis 2018 angegeben.

JahrOrtGebäudeBildManualeRegisterBemerkungen
1981JaltaMusikschule „A. Spendiarow“III/P27erste Orgel eines sowjetischen Orgelbauers
1995MoskauBach-Musik-GesellschaftI/P4
1996JaltaArmenische KircheI/P6
1998JaltaOrgelzentrum „Livadia“IV/P77mit 5 weiteren nichtklingenden Registern; ursprünglich IV/P, 65 (+4), 2014 von ihm erweitert

Literatur

  • Сергей Калиберда: Органы: от Киевской Рчси до Украины [Orgeln von der Kiewer Rus bis zur Ukraine]. Москва, Санкт-Петербург, Львов 2016. S. 510-515 mit Dispositionen und Fotos
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